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Sebastian Vettel

Auf der Jagd nach dem Schumi-Rekord

Vettel und Schumacher Foto: xpb 54 Bilder

Acht Siege fehlen Sebastian Vettel noch, um den Rekord von Michael Schumacher aus der Saison 2004 einzustellen. Wir haben uns im Fahrerlager zu seinen Chancen umgehört. Kaum ein Konkurrent will gegen den Weltmeister tippen. Vettel selbst denkt nicht an den Rekord. Er sagt aber auch: "Nichts ist unmöglich."

09.06.2011 Tobias Grüner

In der Saison 2004 hat Michael Schumacher einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Bei 17 Grand Prix-Rennen stand der damalige Ferrari-Pilot 13 Mal ganz oben auf den Podium. So eine Dominanz hatte man vorher noch nie gesehen. Nun wagt Sebastian Vettel einen Angriff auf den Rekord. Bei fünf Siegen aus sechs Rennen ist der Weltmeister auf einem guten Weg. Außerdem hat er den Vorteil des ausgedehnten Kalenders. Trotz des Wegfalls des Bahrain-Rennens hat Vettel zwei Chancen mehr als Schumacher damals.

Der Red Bull-Pilot hat momentan einen Lauf. Kein Wunder, dass kaum ein Fahrer in Montreal gegen den Heppenheimer wetten würde, wenn es um die Rekord-Frage geht. Selbst Rekordmann Schumi traut seinem Landsmann das Kunststück zu. "Es ist sicher nicht unmöglich", analysiert der 42-Jährige. "Ich glaube aber nicht, dass es Sebastian um irgendwelche Statistiken geht, sondern vielmehr um das Endresultat. Das ist viel wichtiger als alles andere."

Vettel mit kontrollierter Risko-Taktik

Beim Rennen von Monaco ist Vettel zuletzt jedoch voll auf Sieg gefahren. Bei der Einstopp-Strategie war von Sicherheitstaktik keine Spur. Für den WM-Führenden selbst war das Risiko allerdings überschaubar. "Es war wichtig, dass hinter dem Drittplatzierten ein großer Abstand war. Wären die Reifen wirklich mal hinüber, hätte ich die beiden im schlimmsten Fall vorbeigewunken und hätte mir frische Reifen geholt. Mit dieser Sicherheit konnte ich mich aus dem Fenster lehnen und sagen: Ich will hier gewinnen und nicht Dritter werden."

Diese Taktik des kontrollierten Risikos will er auch in Zukunft fahren. "Vielleicht gibt es auch mal andere Tage, an denen es schlauer ist, früher die Reißleine zu ziehen. Wo ein sicherer zweiter oder dritter Platz besser ist, als im schlimmsten Fall vielleicht Zehnter zu werden." 

Und was ist mit dem Schumi-Rekord? "Ich denke, nichts ist unmöglich", erklärt Vettel. Einfach werde es allerdings nicht: "Wenn man sich die Rekorde von Michael anschaut, dann gibt es da einige, die sehr schwer zu knacken sind. Damit beschäftige ich mich nicht. Das ist noch zu weit weg. Jedes Rennen bietet seine eigene Voraussetzung. Die Rennen sind extrem eng. Es gibt zu viele Variablen."

Formel 1-Routiniers trauen Vettel den Rekord zu

Im Fahrerlager traut man Vettel die 13 Siege allerdings zu. Zumindest will keiner öffentlich dagegen wetten, wie eine Umfrage von auto motor und sport im Fahrerlager von Montreal zeigt. "Es gibt kein Limit. Alles ist erreichbar", so Rubens Barrichello, der 2004 Ferrari-Teamkollege von Schumacher war. "Ich weiß nicht ob es Sebastian in diesem Jahr schafft, oder irgendjemand anderes."

Auch Nick Heidfeld war vor sieben Jahren schon dabei. "Ich glaube, dass die Dominanz von Ferrari damals noch etwas gleichmäßiger war. Bei Red Bull ist es ein bisschen streckenabhängiger. Wir werden das vielleicht schon an diesem Wochenende hier sehen", erklärte der Mönchengladbacher in Montreal. "Ich denke er kann es schaffen, aber speziell McLaren ist ein schwerer Gegner. Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, haben die am Ende der Saison immer noch stark aufgeholt."

Lotus-Pilot Jarno Trulli gehört ebenfalls zur alten Garde. Der Italiener traut Vettel in der momentanen Verfassung alles zu. "Ich denke schon, dass es realistisch ist. Red Bull hat gezeigt, dass sie das beste Auto haben. Sebastian fährt sehr gut im Moment. Das Glück ist auch auf seiner Seite. Mit 20 Rennen in diesem Jahr sind seine Chancen auch besser als damals mit 17. Er kann den Rekord definitiv angreifen."

Button will Rekordjagd durchkreuzen

Und was sagt die Konkurrenz? Jenson Button ist 2009 ähnlich gestartet. Seine sechs Siege aus den ersten sieben Rennen bildeten damals das Fundament für den ersten WM-Titel. Gegen einen neuen Sieg-Rekord von Vettel möchte aber auch den McLaren-Pilot nicht wetten. "Es ist möglich, aber hoffentlich wird es nicht realistisch. Unser Ziel ist sicherzustellen, dass es nicht passiert", grinst der Engländer in Montreal. "Die Red Bull-Pace im Rennen ist nicht so stark, wie sie gerne hätten. Ihr Qualifying-Speed ist dafür überragend. Auf Strecken, wo man überholen kann, können wir sie schlagen. Hier in Montreal gibt es immer gute Rennen. Hoffentlich erleben wir nicht noch einen Sieg von ihm."

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