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Sebastian Vettel

"Die anderen haben den Turbo gezündet"

Sebastian Vettel Foto: xpb 54 Bilder

Sebastian Vettel stand am Nürburgring erstmals in diesem Jahr nicht auf dem Podium. Im Interview erklärt der Red Bull-Pilot aus Heppenheim, warum es ausgerechnet beim Heimspiel nicht geklappt hat.

24.07.2011 Michael Schmidt
Das war ein etwas komisches Rennen. Am Anfang hatten Sie etwas Mühe mitzuhalten, dann kam über Funk die Ansage auf die Bremsen aufzupassen und am Ende waren Sie der Schnellste im Feld. Wie kann man das erklären?

Vettel: Ich weiß auch nicht recht. Am Anfang hatte ich mich eigentlich ganz wohl gefühlt. Die ersten zwei bis drei Runden waren ganz in Ordnung. Da ging ich ja auch an Alonso vorbei, als er den Fehler gemacht hatte. Aber dann war es so, als hätten die vorne einen Turbo gezündet und ich konnte nicht mithalten. Dann kam mein Dreher und ich hing eine Zeit lang hinter Filipe fest. Obwohl ich am Anfang eigentlich schneller war, konnte ich seine Pace dann nicht mehr mitgehen. Gegen Ende lief es dann wieder etwas besser. Es war wie Sie sagen ein etwas komisches Rennen.

Was ist bei dem Dreher passiert?

Vettel: Ich war wahrscheinlich gedanklich schon zu weit in der Kurve und war zu weit rechts, so dass ich beim Anbremsen das Auto dann verloren habe.

Danach waren die Reifen ruiniert?

Vettel: Ja klar, das hat dann natürlich zusätzlich Zeit gekostet. Wir sind dann noch draußen geblieben, um ein wenig Zeit gutzumachen, um nach dem Stopp wieder vor den anderen auf die Strecke zu kommen.

Was genau war denn mit den Bremsen los?

Vettel: Wir hatten ein wenig Probleme mit den hinteren Bremsen, die waren etwas zu heiß. Dann musste ich mit der Bremsbalance ein weinig rumspielen, um zu verhindern, dass da was anbrennt und nichts kaputt geht.

Hatte das etwas mit KERS zu tun?

Vettel: Nein.

Am Schluss gab es ja dieses Boxenduell gegen Felipe Massa. Hatten Sie überlegt, früher reinzukommen, um dann in der einen Runde die Zeit rauszuholen?

Vettel: Wir hatten ja vorher schon bei uns gesehen, dass es nicht ging. Eigentlich sollte ich eine Runde früher reinkommen, aber ich war ziemlich nah dran und dachte, ich könnte ihn vielleicht auf der Geraden überholen. Wenn er zu diesem Zeitpunkt reingekommen wäre, wäre ich aber wohl auch mit reingekommen. Aber so ist er draußen geblieben und dann bin ich halt auch draußen geblieben und konnte ihn aber leider nicht kriegen.

Hat Mark Webber Sie am Start ein wenig behindert?

Vettel: Da konnte er nichts dafür. Ich war schneller als er, wollte dann links neben ihn, weil ich dachte, er geht eher nach innen, aber er zog dann auch nach links. Dann musste ich reagieren, war eingeklemmt zwischen den zwei Ferrari und konnte nichts mehr machen. Fernando war dann eben schon durch.

Der vierte Platz ist aber kein Disaster, oder?

Vettel: Nein. Aber ich glaube, ich kann damit nicht zufrieden sein. Es hat der gewonnen, der es verdient hat. Wir müssen schauen, dass wir da wieder hinkommen.

Es lief von Anfang an etwas unruhig. Schon am Freitag hatten Sie Balanceprobleme. Auch mit dem Aufwärmen der Reifen hat es dieses Mal bei euch länger gedauert als bei McLaren. Was war da los?

Vettel: Es ist komisch. McLaren war da viel besser unterwegs auch mit den harten Reifen am Schluss. Deswegen haben wir die harten Reifen auch bis zum Schluss gar nicht gefahren. Im Moment ist es noch schwer zu sagen, was es war. Ich habe mich das ganze Wochenende nicht so wohl gefühlt auch heute nicht. Wir waren einfach nicht schnell genug. Deswegen müssen wir jetzt halt mal genau schauen, woran das liegt.

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