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Zweite gelbe Karte

Vettel auf Maldonado-Stufe

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 6. Oktober 2012 Foto: xpb 62 Bilder

Sebastian Vettel kam in der Qualifikation des GP Japan mit einem blauen Auge davon. Er kassierte für eine Behinderung von Fernando Alonso eine Verwarnung. Es ist seine zweite in diesem Jahr. Damit fährt er ab sofort wie Sündenkönig Pastor Maldonado unter Beobachtung. Noch eine gelbe Karte, und er muss beim nächsten Rennen zehn Startplätze zurück.

07.10.2012 Michael Schmidt

Sebastian Vettel steht jetzt auf einer Stufe mit Pastor Maldonado. Und der ist der Rekordsünder der Formel 1. Vettel musste in Suzuka zwei Stunden um seine Pole Position zittern. Er hatte Fernando Alonso in der letzten Trainingsrunde beim Anbremsen der Schikane behindert. Die Rennkommissare sahen von einer Strafversetzung ab, gaben dem Weltmeister aber eine Verwarnung.

Vettel droht Rückversetzung

Es ist bereits die zweite in diesem Jahr. Die erste bekam er für eine Kollision mit Bruno Senna im ersten Training von Montreal. Zwei gelbe Karten sind die letzte Verwarnung. Bei der dritten muss Vettel unweigerlich zehn Startplätze zurück.

Pastor Maldonado fährt bereits seit dem GP England unter diesem Damoklesschwert. Der Venezolaner ist seitdem meistens mit angezogener Handbremse unterwegs. Nur in Spa leistete sich Maldonado wieder einen seiner berühmten Ausraster. Statt ihm da die dritte Verwarnung zu geben, straften ihn die Sportkommissare separat. Die zwei gelben Karten bleiben also weiter bestehen.
 
Sebastian Vettel wird sich kaum davon beeindrucken lassen, dass er quasi auf Bewährung fährt. Er hat wieder seinen berühmten "Was passiert, passiert-Modus" eingeschaltet. Der hat ihn schon 2010 zum Weltmeister gemacht.

92 Strafen bis Suzuka

Die Sportkommissare hatten auch in Suzuka viel zu tun. Am Freitag bekamen Lotus-Ersatzfahrer Giedo van der Garde und Kimi Räikkönen Geldstrafen für Tempoüberschreitungen in der Boxengasse aufgebrummt. Am Samstag erhielt Nico Hülkenberg eine Strafversetzung um fünf Startplätze wegen eines Getriebewechsels und Jean-Eric Vergne drei Startplätze, weil er Bruno Senna behindert hatte. Jenson Buttons Strafe für einen Getriebewechsel stand schon vorher fest.

Vettels Verwarnung war bereits die 92.Strafe in dieser Saison. Gar nicht mitgezählt sind die vielen Untersuchungen, die sich im Sande verliefen wie das angebliche Nichtbeachten der gelben Flagge von Kamui Kobayashi und Romain Grosjean. In beiden Fällen konnte jedoch nachgewiesen werden, dass die Fahrer in der 242 Meter langen Gelbzone ihr KERS ausgeschaltet, ihr DRS deaktiviert hatten und vom Gas gegangen waren.

Zu viele Regel-Wirrwarr in der Formel 1?

Die Flut der Untersuchungen ist eine der vielen Fehlgeburten der Formel 1. Ein Sport fasziniert nicht dadurch, dass er künstlich komplizierter gemacht wird als er ohnenhin schon ist. Das endgültige Trainingsergebnis stand erst 200 Minuten nach Trainingsende fest. In der Startaufstellung für den GP Japan sind vier Fahrer mit einer Fußnote aufgelistet. Sie stehen nicht dort, wo sie aufgrund ihrer Trainingszeit stehen müssten.

Nach fast jedem Rennen muss erklärt werden, wer warum und wie gebüßt wurde. Strafen gibt es viele: Eine extra Durchfahrt durch die Boxengasse oder die Addition von 20 Sekunden, Geldbußen, Verwarnungen, Verlust von Startplätzen, Fronarbeit bei der FIA und gar eine Sperre wie im Fall von Romain Grosjean. Eine Stimme aus dem Fahrerlager: "So macht sich die Formel 1 zum Gespött."

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