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Formel 1 Stadtkurs in New Jersey

Vettel dreht Premierenrunde am Hudson

Sebastian Vettel New Jersey Infiniti 2012 Foto: Red Bull / Infiniti 21 Bilder

Update ++ Video ++ Nach dem Rennen in Montreal ist Sebastian Vettel direkt weiter nach New Jersey gedüst. Vor der Skyline von Manhattan absolvierte der Weltmeister die erste Runde auf dem neuen Stadtkurs, der 2013 Schauplatz des zweiten US-Grand Prix-Rennens wird.

12.06.2012 Tobias Grüner

Viel Zeit hatte Sebastian Vettel nicht, die Enttäuschung über den verpassten Sieg in Montreal zu bewältigen. Schon am Montag hatte der Heppenheimer den nächsten großen Auftritt. Von Kanada ging es südwärts in die USA - Ziel New Jersey. Bei einer Promo-Veranstaltung für Red Bull-Partner Infiniti durfte der Champion als erster Formel 1-Pilot überhaupt eine Runde auf dem Stadtkurs drehen, der 2013 erstmals zum Formel 1-Programm gehören wird.

Sebastian Vettel: Erste Runde in New Jersey 2:18 Min.

In einem Infiniti IPL G Coupé düste der Hesse vor der beeindruckenden Skyline von Manhattan entlang und sammelte erste Eindrücke von dem 5,1 Kilometer langen Stadtkurs, der den Namen Port Imperial Street Circuit tragen soll. "Wenn alles fertig ist, wird es sicher noch einmal ganz anders aussehen als jetzt. Aber ich bin sicher, dass es eine gute Strecke wird", so die erste Einschätzung des Weltmeisters.

New Jersey-Kurs mit hügeligem Profil

Direkt am Hudson River gelegen hat Streckendesigner Hermann Tilke einen rechtwinkligen Kurs entworfen, der sich besonders durch seine Höhenunterschiede auszeichnet. Von Meereshöhe geht es innerhalb kurzer Zeit 50 Höhenmeter nach oben. "Das macht uns Fahrern richtig Spaß", grinste Vettel. "Und ein Stadtkurs ist immer etwas Besonderes. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, hier mit meinem Formel 1-Auto fahren zu können und zu sehen, wie es sich anfühlt."

Vettel zeigte sich von der Lage in direkter Nachbarschaft zu New York begeistert. "Dieser Ort hier ist etwas ganz Besonderes. Man muss sich nur einmal umschauen. So etwas gibt es auf der ganzen Welt kein zweites Mal. Natürlich ist auch Monaco etwas Besonderes, wegen der Geschichte und Tradition. Aber das hier ist auch toll. Und ich bin sicher, dass hier jeder Fahrer unbedingt gewinnen will."

Der F1-Pilot fühlte sich aber nicht nur an Monaco erinnert: "Als ich den Hügel gesehen habe und die Linkskurve bergab, das hatte etwas von Spa. Natürlich gibt es hier weniger Bäume und mehr Häuser."

Im Vergleich mit den aktuellen Stadtkursen ähnele die Strecke eher Kanada als Monaco. "Dort gibt es viele lange Geraden und auch hier erwarten wir hohe Top-Speeds. Monaco ist enger. Es gibt weniger Platz. Das ist ganz anders. Der große Unterschied zu Montreal ist allerdings das Gelände. Hier geht es hoch und runter. Montreal ist einfach nur flach."

Überholen in New Jersey möglich

Ob die Strecke in New Jersey auch so viel Spektakel garantiert wie Montreal, konnte Vettel aber noch nicht einschätzen. "Wie gut man überholen kann, hängt auch davon ab, wie breit die Strecke ist. Und wie es in der Anbremszone zu den Kurven aussieht. Aber das sollte okay sein: Wir haben hohe Geschwindigkeiten und enge Kurven. Die Bremszonen sollten also sehr lang ausfallen. Ich bin mir sicher, dass man auch überholen kann."

Laut Vettel soll das Überholen aber auch gar nicht zu einfach sein. "Hier unterscheidet sich die Formel 1 stark von dem Motorsport, der in den USA so populär ist - wie Nascar und Indycar. Wir fahren nicht auf Ovalkursen, wo es relativ einfach ist, zu überholen, wenn man immer im Windschatten fährt. In der Formel 1 ist es immer eine Herausforderung zu überholen, auch wenn es uns in den letzten Jahren etwas einfacher gemacht wurde."

Formel 1 hinterließ nicht den besten Eindruck in den USA

Die USA feiert ihr Comeback in den Rennkalender aber nicht erst 2013 mit New Jersey. Schon in dieser Saison gastiert die Formel 1 im texanischen Austin. Vettel freut sich schon auf die Rückkehr in die Staaten: "Es ist wichtig, dass wir ein Rennen in den USA haben. Auch wenn wir als Formel 1 in der Vergangenheit vielleicht nicht immer den besten Eindruck hinterlassen haben." Dabei denkt Vettel vor allem an das Skandal-Rennen 2005 in Indianapolis, als 14 Autos wegen Reifenproblemen auf den Start verzichteten.

Ansonsten hat der Deutsche nur gute Erinnerungen an Indianapolis. "Ich habe dort mein Formel 1-Debüt absolviert. Danach war ich ganz schön geschlaucht. Deshalb erinnere ich mich auch nicht mehr an alles. Aber das war ein fantastisches Wochenende für mich. Ich bin direkt Achter geworden."

Auf seine ersten Runden in New Jersey muss Vettel noch etwas warten. Auch im Simulator kann er noch nicht üben. "Das ist nicht besonders sinnvoll, solange man die genauen Daten der Strecke noch nicht hat. Am Ende übt man im Simulator und dann sieht es doch ganz anders aus."

In unserer Bildergalerie haben wir die Fotos von Vettels Kurztripp nach New Jersey.

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