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Sebastian Vettel exklusiv

"Das Fragezeichen war weg"

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 10. Mai 2014 Foto: ams 77 Bilder

Sebastian Vettel war der Mann des Rennens von Barcelona. Von Startplatz 15 ging es bis auf Platz 4 nach vorne. Nach dem Rennen sprach der Weltmeister mit auto motor und sport über die Aufholjagd, den Effekt des Chassis-Wechsels und das Malheur der Mechaniker vor dem Start.

12.05.2014 Michael Schmidt
War das eines Ihrer besten Rennen?

Vettel: In diesem Jahr mit Sicherheit. Alles in allem habe ich das Optimum herausgeholt. Mehr war nicht drin. Der Abstand zu Daniel war am Ende viel zu groß. Der Start war leider nicht so gut. Die ersten Runden ist es von hinten natürlich immer schwer, wenn man im Pulk hängt. Aber danach konnte ich ganz gut nach vorne kommen.

Wie viele Autos haben Sie überholt?

Vettel: Das habe ich nicht mitgezählt.

Wer war der härteste Gegner?

Vettel: An Jenson (Button) kam ich am Anfang lange nicht vorbei. Aber im Pulk tut man sich einfach schwer. Es ist dann ein Rumgerutschte. Der Sauber von Gutierrez war ein bisschen ein Bremsklotz. Ansonsten kam ich eigentlich ganz gut an allen vorbei.

Wie sah die Strategie beim Überholen aus? Die Manöver waren ja meist an ungewöhnlichen Stellen.

Vettel: Auf der Start-Ziel-Geraden habe ich es ehrlich gesagt nie probiert. Ich habe einfach nur versucht, ins DRS-Fenster zukommen, um den Anschluss herzustellen und dann im mittleren Teil zu überholen. Auf der langen Geraden hatte ich gar keine Chance.

Wie schwer war es in Kurve 9 vor der Gegengeraden den Anschluss zu halten?

Vettel: Je länger man hinter einem andere Auto hergefahren ist, desto schwieriger wird es für die Reifen. Aber auf ein oder zwei Runden war es eigentlich ganz in Ordnung. Es war aber auch nie so, dass ich aus dem Windschatten heraus überholt habe, sondern mir alles auf der Bremse erarbeitet habe.

Hat sich das Auto hier besser angefühlt?

Vettel: Zumindest das Fragezeichen war weg. Was die Pace anging, war es vernünftig. In Sachen Reifen lagen wir im Rahmen.

Sind die Probleme durch den Chassis-Wechsel behoben?

Vettel: Ich denke schon, dass es etwas ausgemacht hat.

Was war in der Startaufstellung los? Da gab es offenbar kurz Hektik bei den Mechanikern.

Vettel: Es war der Stabi. Meine Jungs waren natürlich heute Morgen am Anschlag mit dem Getriebewechsel und haben vergessen, den Stabi einzubauen.

Wie hat sich das bemerkbar gemacht?

Vettel: Bei den Runden zur Startaufstellung habe ich es gemerkt. Bei uns ist mal ein Stabi gebrochen 2010 im Qualifiying in der Türkei im letzten Sektor. Da ist mir das kurveninnere Rad die ganze Zeit stehen geblieben. Das gleiche hatte ich jetzt wieder. Ich habe gesagt: Entweder irgendetwas stimmt nicht oder der Stabi ist kaputt oder fehlt.

War noch genug Zeit zum Wechsel?

Vettel: Jaja. Mein Chefmechaniker kam auf der Startaufstellung direkt mit der Box und dem Stabi drin und hat gesagt: Wir haben vergessen den einzubauen.

War die Strategie mit 3 Stopps immer geplant?

Vettel: Jein. Wir haben zwischenzeitlich mal überlegt, auf zwei Stopps zu gehen. Mit dem dritten Satz haben wir zunächst probiert durchzufahren. Aber ich habe dann schnell über Funk gesagt: keine Chance, wir müssen nochmal rein. Dadurch, dass wir natürlich schon am Anfang aggressiv unterwegs waren und dann auch relativ aggressiv im zweiten Stint, hätte es keinen Sinn gemacht. Wir hätten dann ja mehr als 30 Runden am Stück fahren müssen.

Merkt man, dass die Leistung mit dem neuen Sprit besser wurde?

Vettel: Im Auto selbst merkst du das jetzt nicht, dass mehr Power da ist. Ich glaube, wir haben dieses Wochenende nicht ganz so viel verloren. Wir waren auf den Geraden nicht so verwundbar wie sonst. Also denke ich schon, dass es ein bisschen was gebracht hat.

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