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Sebastian Vettel exklusiv

"So können wir keine Rennen fahren"

Sebastian Vettel - Mark Webber - GP England 2013 Foto: xpb 44 Bilder

Diesen Siegerpokal hätte sich Sebastian Vettel gerne abgeholt. Doch der Weltmeister fiel in der 41. Runde mit einem Getriebeschaden in Führung liegend aus. Vettel sprach mit auto motor und sport exklusiv noch einmal über sein Rennen, die Reifenschäden und die neue Macht Mercedes.

01.07.2013 Michael Schmidt
Ein turbulenter Grand Prix. Wie haben Sie das Rennen gesehen?

Vettel: Der Start war gut, obwohl es unheimlich rutschig war. Alle hatten da ihre Probleme. Im Vergleich zum Rest kam ich gut weg und war direkt an Nico (Rosberg) vorbei. Dann habe ich versucht mir das Rennen am Anfang etwas einzuteilen.

Hätten Sie mit Hamilton mithalten können?

Vettel: Ich habe ihn am Anfang etwas ziehen lassen, wollte nicht zu aggressiv sein, weil er gleich wie wahnsinnig losgelegt hat. In den letzten beiden Runden vor seinem Reifenplatzer konnte ich sein Tempo halten, habe sogar etwas aufgeholt.

Haben Sie von seinen Reifenfetzen etwas abgekriegt?

Vettel: Ja, ein bisschen. Ich habe Teile fliegen gesehen und wusste nicht genau, wohin ich ausweichen sollte. Zum Glück ist nichts am Auto kaputt gegangen.

Nach Hamiltons Problem haben sie gegen den anderen Mercedes gekämpft. Wie war das?

Vettel: Ich konnte den Abstand zu Nico gut kontrollieren. Die Safety-Car-Phase hat ihn wieder rangebracht, aber mein Restart war gut, und ich konnte mir erneut ein Drei-Sekunden-Polster aufbauen. Nico hatte ungefähr den gleichen Speed. Es sah so aus, als hätte er im mittleren Stint ein bisschen einen Einbruch gehabt. Dafür war er im dritten Turn vielleicht eine Spur schneller. Ich habe allerdings auch nicht versucht, den Vorsprung zu vergrößern, weil ich die Reifen über die Distanz bringen wollte. Insgesamt konnten wir mit unseren Reifen ein bisschen besser haushalten als er.

Und dann ging plötzlich gar nichts mehr?

Vettel: Es ist aus der Stowe-Kurve raus beim Hochschalten in den sechsten Gang passiert. Ungefähr 100 Meter vor der Boxeneinfahrt. Ich habe alle Gänge mal durchgeschaltet in der Hoffnung, dass noch einer kommt, aber es kam nichts mehr. Im Nachhinein hätte ich früher von der Strecke runter gemusst, aber da ist man immer schlauer weil man weiß, dass nichts mehr geht. Aber man hofft halt immer, dass vielleicht nur ein Gang fehlt.

Weiß man schon, was es genau war?

Vettel: Ja. Irgendetwas im Antrieb. Die Gänge waren alle noch da. Einzelheiten soll das Team erzählen. Das Problem hatten wir bis jetzt noch nicht. Es ist jetzt die Frage, ob es ein Problem mit dem Teil an sich ist oder mit der Qualitätskontrolle. Mit den Reifen sind wir ja glücklicherweise durchgekommen. Dass dann was anderes passiert, ist natürlich schade.

Ihr erster Reifensatz war aber auch beschädigt.

Vettel: Ja, das war nahe dran. Ich habe aber beim Fahren nichts davon gespürt.

Wie haben Sie auf die Reifenschäden der anderen reagiert?

Vettel: Nach den Reifenplatzern haben wir versucht, ein Auge auf die Reifensituation zu halten. Es war schwer zu herauszufinden, was man genau machen muss, um Schäden zu verhindern. Die Box hat mir gesagt, dass es im ersten Sektor ein Problem mit den Kerbs geben könnte. Ich bin dann so gefahren, dass ich die Randsteine mit dem Reifen hinten links nicht treffe.

Was muss jetzt passieren?

Vettel: Ich glaube man kann nichts machen im Sinne von neue Reifen für den Nürburgring herstellen. Dafür ist es zu spät. Viel wichtiger ist es, dass wir versuchen zu verstehen, ob das Problem in Silverstone mit den Problemen, die wir vorher hatten, etwas zu tun hatte. Oder ob es daran liegt, dass man die Reifen leicht geändert hat, dadurch das alte Problem zwar nicht mehr aufgetaucht ist, ein neues aber dazukam. Fakt ist, dass wir so keine Rennen fahren können. Auf was warten wir? Wenn dir der Reifen in einer der schnellen Kurven hochgeht, hast du ein Problem. Und wenn du die Lauffläche beim Hinterherfahren auf den Kopf kriegst, auch. Bei Fernando hat man gesehen, wie knapp es war.

Ihr neuer Gegner scheint Mercedes zu sein. Wie gefährlich sind die?

Vettel: Ich habe schon vor dem Rennen gesagt, dass sie nicht mehr nur im Training stark sind. Da sind sie zurzeit sogar eine Klasse für sich. Aber sie haben sich auch im Rennen unheimlich gesteigert. Die Ausreißer, dass die Reifen zu stark abbauen sehen wir jetzt nicht mehr. Die haben da viel gelernt.

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