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Sebastian Vettel exklusiv

"Williams momentan zweite Kraft"

Sebastian Vetel - GP Deutschland 2014 Foto: xpb 79 Bilder

In Hockenheim war für Sebastian Vettel nicht mehr drin als Platz 4. Im Gespräch mit auto motor und sport erklärt der Weltmeister, woran es lag, dass Williams aktuell schneller ist und warum es Hoffnung gibt, den Spieß demnächst wieder umzudrehen.

20.07.2014 Michael Schmidt
Sind Sie zufrieden, wie das Rennen gelaufen ist?

Vettel: Ich denke es war ein bisschen schade. Nach der ersten Kurve sah es aus, als wäre vielleicht ein bisschen mehr drin. Ich hatte uns im Rennen etwas stärker eingeschätzt im Vergleich zu den Williams. Man hat dann aber leider schnell gesehen, dass wir uns mit den Reifen schwerer tun als sie. Wir mussten dann abreißen lassen und haben uns mehr mit den Ferrari beschäftigt.

Ist Williams jetzt zweite Kraft?

Vettel: Ja, absolut. Die Pace im Qualifying ist überragend. Sie sind am nächsten dran an den Mercedes, wenn man das ganze Jahr betrachtet. Ich denke aber, man kann das noch aufholen. So schnell, wie sie nach vorne gekommen sind, lässt sich der Spieß auch wieder umdrehen. Aber seit Österreich sind sie ganz vorne dabei. Wir müssen an uns arbeiten und sehen, dass wir mit den Reifen besser haushalten. Dann sieht die Sache vielleicht schon wieder anders aus.

Was war genau das Problem in Sachen Reifen – eher vorne oder hinten?

Vettel: Alle 4 Reifen. Uns fehlt einfach der Grip. Wir rutschen zu viel. Das machen die anderen besser.

Kann man sagen, dass Red Bull seit Österreich nicht mehr ganz so gut ist?

Vettel: Seit Österreich ist Williams richtig stark – das ist der Unterschied. Der Abstand nach vorne ist vielleicht ein bisschen größer geworden, aber nur weil die Williams mehr Gas geben und sie mehr unter Druck setzen. Aber ansonsten hat sich leider zu unseren Gunsten nicht viel getan.

Alonso hat zwei Mal versucht, durch den früheren Boxenstopp vorbeizukommen. Einmal hat es funktioniert. Am Ende haben sie das Gleiche gemacht. War das die richtige Strategie?

Vettel: Ich glaube schon. Das war natürlich 2 Mal bitter. Einmal hat mich Kimi (Räikkönen) gerettet. Da konnte ich den Hals nochmal aus der Schlinge ziehen. Beim zweiten Mal war ich ganz alleine und hatte keine Chance. Auch gegenüber dem Ferrari fehlt uns da ein bisschen die Power auf der Geraden. Am Schluss war ich genau auf der anderen Reifenmischung und konnte den Spieß dann umdrehen. Er musste noch draußen bleiben, um noch eine Chance auf den Supersofts zu haben. Es war ihre Strategie, am Schluss noch einmal richtig anzugreifen. Gottseidank hat das nicht geklappt.

Wie war das Duell mit Alonso? Es hat ja an Silverstone erinnert.

Vettel: Wir haben da weitergemacht, wo wir aufgehört haben. Teilweise war er heute schneller, teilweise ich. Das Gute war, dass wir beide nicht wirklich Zeit nach vorne verloren haben, weil einfach nicht mehr drin gewesen wäre.

Man hat das Gefühl, die Fahrer trauen sich im Zweikampf mehr, seitdem die Rennleitung angekündigt hat, nicht so streng zu sein.

Vettel: Das ist auch der richtige Weg. Es ist aber immer ein schmaler Grat. Wenn man neben der Strecke fahren kann und es nicht klar ist, ob man dadurch Zeit verliert, dann ist das schwer jemanden korrekt zu bestrafen. Ich denke, man muss uns Rennen fahren lassen. Wenn man mal einen halben Meter mehr oder weniger draußen ist, dann interessiert das keine Sau. Es ist wichtiger, dass wir unseren Spaß haben. Das gefällt auch den Leuten.

Ist es nicht besser, wenn man im Hinterkopf nicht immer an die Stewards denken muss?

Vettel: Das ist generell nicht so. Wenn man Rennen fährt, weiß man, dass man auf der Strecke bleiben muss. Am Ende wollen aber wir überholen und die Fans wollen, dass wir überholen.

Der neue Sprit von Total hat nicht ganz die Erwartungen erfüllt. Kommt da noch mehr dieses Jahr?

Vettel: Ich glaube, dass war noch nicht das letzte Wort. Es gibt Gründe, warum es nicht so gut funktioniert hat. Ob wir die in einer Woche herausfinden, ist schwer zu sagen. Dass es eine Enttäuschung ist, ist ganz klar. Wir hatten uns mehr erhofft. Der große Schritt ist ausgeblieben. Ich hoffe aber, dass er noch kommt. Vielleicht ja noch vor der Sommerpause in ein paar Tagen.

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