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Aufatmen bei Sebastian Vettel

Fünfter Motor hat überlebt

Sebastian Vettel - GP Belgien 2014 Foto: Red Bull 17 Bilder

Zur Abwechslung mal eine gute Nachricht für Sebastian Vettel. Der fünfte Motor, der in Spa am Freitag aus Sicherheitsgründen ausgebaut werden musste, hat den Riss im Auspuff überlebt. Das aber macht die Entscheidung über den Einsatz des sechsten Motors umso schwieriger.

27.08.2014 Michael Schmidt

Es war der fünfte Motor im Kontingent von Sebastian Vettel. Der letzte, bevor es Strafen setzt. Nach 77 Kilometern war der Einsatz des Renault V6-Turbo beendet. Ein Riss im Auspuff stoppte den Weltmeister schon im ersten freien Training. Die Renault-Ingenieure ließen das brandneue Triebwerk wieder ausbauen und gaben Vettel den betagten Ungarn-Motor mit. Der hielt das Spa-Wochenende klaglos durch.

Das Resultat der Inspektion von Motor Nummer 5 dürfte Vettel freuen. Der Sechszylinder ist gesund. Das bestätigte Renault-Sportdirektor Cyril Abiteboul auf Anfrage von auto motor und sport. Eine defekte Zündkerze hatte für den Schaden im Auspuff gesorgt. Weil der Zündfunke fehlte, gelangte unverbranntes Benzin in den Auspuff und detonierte dort. Die heißen Auspuffgase, die durch den Riss ins Freie strömten, beschädigten auch noch die MGU-K. Da ist Vettel nun auch schon bei Nummer 5 angelangt.

Vettel-Motor Nummer 5 könnte drei Rennen schaffen

Die gute Nachricht bedeutet aber auch, dass jetzt das große Kopfzerbrechen losgeht. Schlimmer als vorher. Wo soll Vettel den sechsten Motor bekommen? Und wie? Nur das Triebwerk oder gleich die ganze Antriebseinheit? Wird nur eine Komponente ersetzt, rückt der Fahrer zehn Startplätze zurück. Alles neu bedeutet einen Start aus der Boxengasse. "Jetzt muss das Timing stimmen", sagt Abiteboul.

Vettel weiß: "Dass es mich einmal erwischt, ist sicher. Wenn es blöd läuft sogar zwei Mal." Ursprünglich tendierten alle im Team dazu, in Monza die Kröte zu schlucken. Doch da Motor Nummer 5 erst 77 Kilometer auf der Uhr hat, bietet sich eine andere Lösung an.

Das Triebwerk könnte die nächsten drei Rennen in Monza, Singapur und Suzuka überstehen. In Singapur und Suzuka will Vettel auf keinen Fall eine Strafversetzung. Weil er sich dort Chancen ausrechnet, und weil man auf den beiden Strecken schwer überholen kann.

Wartet Red Bull bis Sochi?

Wenn der fünfte Motor die nächsten drei Rennen schafft, dann bietet sich Sochi für den Einsatz des sechsten Motors an. Warum? Weil der Kurs auf dem Olympiagelände eine Motorenstrecke ist. Also Mercedes-Terrain mit wenig Chancen für Red Bull.

Und weil das Layout in Sochi Überholmanöver erlaubt. Motorenchef Rob White sieht noch einen Vorteil darin zu warten: "Je später wir den Motor versiegeln müssen, umso mehr Entwicklungen können einfließen. Wenn wir ihn ein Mal angefasst haben, können wir nichts mehr machen."

Vettel findet das Strafsystem für das Überschreiten des Motorenkontingents unglücklich: "Wenn ich aus der Boxengasse starten muss, nehme ich erst gar nicht an der Qualifikation teil. Was haben die Fans davon? Wenn Button das gleiche passiert, schauen die Button-Fans in die Röhre. Man muss sich ja nur mal die Liste anschauen. Da gibt es außer mir noch ein paar andere Kandidaten, bei denen es knapp wird. Das könnte in den letzten Rennen zur Farce werden."

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