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Sebastian Vettel

"Genieße die Rolle des Gejagten"

Sebastian Vettel in Heppenheim Foto: Red Bull 62 Bilder

Sebastian Vettel muss sich noch ein bisschen gedulden, bis er sein neues Formel 1-Auto mit der Nummer 1 enthüllen kann. Dass er 2011 als Titelverteidiger der Gejagte sein wird, gefällt dem kessen Hessen gut. Allerdings erwartet Vettel viel Konkurrenz in der neuen Saison.

28.01.2011

Sie stecken ja schon seit längerem Zeit voll in der Vorbereitung auf die neue Saison. Hatten Sie nach dem ganzen Grand-Prix-Stress und den ausgiebigen WM-Feiern überhaupt genügend Zeit zum Ausspannen und Erholen?
Vettel: Zwischen Weihnachten und Neujahr wurde es etwas ruhiger und ich habe etwas Zeit mit meiner Familie und Freunden verbracht. Außerdem konnte ich mich auf den Pisten beim Skifahren etwas austoben?

Am 1. Februar geht die Saison mit der ersten Testfahrt in Valencia praktisch los, am ersten Advent endet sie mit dem Großen Preis von Brasilien. Haben Sie Bedenken wegen des Mammutprogramms?
Vettel: Nein, überhaupt nicht! Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder ins Auto zu steigen. Natürlich wird es eine sehr harte Saison, aber dafür hat man ja jetzt ausreichend Zeit, sich darauf vorzubereiten. Wichtig ist, dass man sich zwischen den Rennen und dem Training immer mal die ein oder andere Ruhephase gönnt.

Haben Sie mit Ihrem Teamkollegen Mark Webber gewürfelt, wer die Jungfernfahrt im neuen Red Bull machen darf oder haben Sie als Weltmeister da ein Vorrecht?
Vettel: Das wird vom Team mitbestimmt. Man sollte auch nicht überbewerten, wer ein neues Auto das erste Mal auf der Strecke fährt. Bis zum ersten Rennen in Bahrain werden grundsätzlich beide Piloten genügend Kilometer gefahren sein, um gleich vorbereitet den Saisonstart angehen zu können.

Rechnen Sie erneut mit Ferrari und Fernando Alonso als schärfsten Rivalen im WM-Rennen oder kann es angesichts der diversen Regelneuerungen zu größeren Verschiebungen kommen?
Vettel: Mit Sicherheit wird Fernando wieder sehr stark sein, aber auch McLaren und Mercedes sollte man nicht vergessen! Ich glaube, es wird sehr eng und es wird nicht einen, sondern mehrere Kandidaten geben. Und man darf man nicht vergessen, dass vielleicht auch ein Außenseiter einen großen Schritt nach vorne macht und uns überraschen kann.

Als Titelverteidiger sind Sie automatisch der am meisten Gejagte. Lieben Sie diese Rolle oder attackieren Sie lieber selbst und schlagen dann wie im Vorjahr ganz zum Schluss zu, wo Sie beim Finale angesichts ihrer Ausgangsposition hinter Alonso und Webber ja eher Außenseiter waren?
Vettel: Für mich ist die Rolle des Gejagten etwas ganz besonderes und ich genieße das auch sehr, weiß aber, dass es schwer sein wird, diese Position zu halten. Ich werde aber von Anfang an kämpfen, das heißt auch attackieren. Eins ist klar: es geht bei Null los.

Alonso stuft Michael Schumacher und nicht Sie als seinen schärfsten Titelkonkurrenten ein. Fängt Ihr Rivale schon so früh mit Psychospielchen an?
Vettel: Vor der Saison gibt's immer viel Gerede, deshalb ist es wichtig und gut, dass es bald losgeht. Man muss erst einmal die Tests und die ersten Rennen abwarten, bevor man wirklich was sagen kann.

Was trauen Sie Ihrem Kumpel Schumacher und Mercedes GP zu und wen schätzen Sie als Ihre größten WM-Widersacher ein?
Vettel: Es ist sehr schwer, bereits vor dem ersten Test etwas zu sagen. Ich bin mir sicher, dass auch Mercedes den Winter über hart gearbeitet hat, um in 2011 ganz vorne mitzukämpfen. Und natürlich darf man Michael und Nico nie unterschätzen, aber auch Fernando, Lewis, Jenson und Mark werden wieder sehr stark sein.

Wo sehen Sie bei Ihrem Team den größten Entwicklungs- bzw. Veränderungsbedarf gegenüber dem Vorjahr?
Vettel: Natürlich lernen wir von den Fehlern, die wir im letzen Jahr gemacht haben und müssen sicher sein, dass sie nicht wieder passieren. Es gibt viele Neuerungen im Reglement, und es ist schwer zu sagen, wie das Kräfteverhältnis aussieht.

Sie haben nach Ihrem WM-Triumph gesagt, dass Ferrari für Sie einmal ein Ziel sei. Was wären denn die Voraussetzungen für einen Wechsel von den Roten Bullen zu den Roten und wann fassen Sie den ins Auge?
Vettel: Ferrari ist ein Mythos, wie auch beispielsweise Mercedes, und natürlich will jeder Rennfahrer in seiner Karriere einmal für einen Mythos fahren - ich bin aber sehr glücklich bei Red Bull, weil Red Bull mir das schnellste Auto hinstellt und ich mich im Team sehr wohl fühle.

Was würde Sie mehr reizen: Bei Ferrari ein Teamkollege Alonso oder bei Mercedes GP ein Teamkollege Schumacher?
Vettel: Teamkollege hin oder her. Klar sollte man mit seinem Teamkollegen gut zusammenarbeiten, was z.B. das Set up des Autos betrifft. Aber auf der Strecke sind alle meine Konkurrenten - und da schaue ich eigentlich nur auf mich selbst und dass ich meine Leistung am besten umsetzen kann. Jetzt freue ich mich auf 2011 und den Start der Saison, denn dann hören auch die Fragen "Was wäre, wenn" auf.

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