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Ferrari in der Kritik

Vettel gibt weiter den Optimisten

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Ungarn - 21. Juli 2016 Foto: sutton-images.com 93 Bilder

Obwohl Ferrari in der WM hinterherhinkt, seit 16 Rennen keinen Sieg eingefahren hat und neuerdings Red Bull fürchten muss, versucht Sebastian Vettel das Positive zu sehen. Auch Kimi Räikkönen rechnet noch mit Siegen.

21.07.2016 Bianca Leppert

Das letzte Mal, dass ein Rennfahrer in einem roten Anzug auf dem obersten Siegertreppchen jubelte, war beim GP Singapur 2015. Damals holte Sebastian Vettel den Sieg. 16 Rennen sind vergangenen, 16 Mal ging man leer aus – oder schaffte es eben nur aufs Podest, aber nicht auf die oberste Stufe. In der Konstrukteurs-WM liegen die Italiener nach zehn Rennen auf dem zweiten Platz. Weit abgeschlagen von Mercedes mit 131 Punkten Rückstand. Und mit Bullen im Nacken, die mit den Hufen scharren. Nur sechs Zähler fehlen Red Bull auf die Scuderia.

Nicht schlechteste Saison für Vettel

Nachdem das Rennen in Silverstone für Kimi Räikkönen mit Platz 5 und für Sebastian Vettel mit Platz 9 endete, werden die Stimmen der Kritiker immer lauter. Woran liegt es? Wieso gelingt es Ferrari nicht, den Knoten platzen zu lassen? Wie soll es weitergehen? Fragen, denen sich Vettel und Räikkönen auch in Ungarn wieder stellen lassen mussten.

„Das ist sicher nicht die schwierigste Saison, die ich je hatte. Da denke ich eher an die vor zwei Jahren zurück“, sagt er. „Wir wissen, dass wir nicht schnell genug sind. Wenn wir das über Nacht ändern könnten, würden wir das auch tun. Aber wir gehen in die richtige Richtung.“ Sein Teamkollege bläst ins gleiche Horn. Räikkönen sagt: „Wir können immer noch mit Siegen rechnen, aber das passiert eben nicht von jetzt auf gleich. Man braucht ein bisschen Geduld.“

Red Bull in Ungarn gefährlich

Zuletzt sammelte man bei den Testfahrten in Silverstone einige Erkenntnisse. „Ich verrate euch nicht, was wir gelernt haben, aber wir haben gute Antworten gefunden“, meint Vettel. Das war auch bitter nötig. Denn der 29-Jährige weiß: „Das war das schlechteste Rennen für uns. Wir sind nicht an Mercedes rangekommen und Red Bull war schneller als wir.“

Wird es Ferrari in Ungarn womöglich wieder so ergehen? Die Strecke, die besonders viel Abtrieb erfordert und auf der in den engen Ecken Traktion gefragt ist, kommt Red Bull entgegen. Nicht wenige im Fahrerlager handeln den Brausehersteller als Geheimfavorit. „Sie sind sicher nicht schwächer, aber wir sind stärker“, lautet Vettels Einschätzung. „Die Strecke sollte uns liegen.“

Horner meint Vettel gehe zu Mercedes

Von Red Bull kommt aber nicht nur auf der Strecke Wirbel auf, sondern auch daneben. Vettels Ex-Chef Christian Horner soll gesagt haben, er sehe seinen ehemaligen Schützling ab 2018 bei Mercedes, weil er sich bei Ferrari nicht mehr wohlfühle. „Das ist ja gut, dass er das weiß, ohne dass er mit mir spricht“, sagt der viermalige Weltmeister. „Da ist nichts dran. Wir sind alle hochmotiviert, dafür zu sorgen, dass Ferrari wieder ganz oben steht.“

Und woran liegt's, dass die Italiener das momentan nicht tun? „Man muss das aufbrechen“, so Vettel. „Am Motor fehlt uns sicher noch ein bisschen, auch wenn wir uns verbessert haben. Am Auto kommen mehrere Dinge in Betracht. Es ist fair zu sagen, dass wir bei der Aero nicht die stärksten sind.“ Laut Vettel gehe es dabei aber nicht nur um fehlenden Abtrieb, sondern beispielsweise auch um Effizienz auf der Geraden.

Medien schuld an Druck?

So langsam hat es der Ferrari-Pilot aber auch satt, über die Probleme von Ferrari zu reden. „Was ist denn der Grund, dass die Fans unzufrieden sind? Die Medien konzentrieren sich lieber auf das Negative, statt das Gute zu sehen. Das finde ich schade. Das meiste, das geschrieben wurde, ist Quark.“ Was er dabei vergisst: Der größte Druck in der Öffentlichkeit kommt aus den eigenen Reihen. Schließlich wird Fiat-Konzernchef und Ferrari-Präsident Sergio Marchionne nicht müde zu betonen, dass wieder Siege und die Weltmeisterschaft her müssen.

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