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Sebastian Vettel

"Habe Kimi nicht einmal gesehen"

Vettel Räikkönen GP Australien 2013 Foto: Red Bull 61 Bilder

Eigentlich hatten in Australien alle mit einem Durchmarsch von Red Bull gerechnet. Doch dann stahl Kimi Räikkönen den Favoriten die Show. Auch Sebastian Vettel musste zugeben: "Kimi hatten wir nicht auf der Rechnung."

17.03.2013 Tobias Grüner

Wer auf diesen Zieleinlauf gewettet hätte, wäre reich geworden: Kimi Räikkönen rast von Startplatz sieben zum Sieg. Fernando Alonso kommt von Rang fünf auf die Zwei nach vorne. Sebastian Vettel legte dagegen den Rückwärtsgang ein. Nachdem er mit deutlichem Abstand auf Pole Position gefahren war, musste er im Rennen auf Verteidigungsmodus umschalten. Am Ende musste er mit Rang drei zufrieden sein.

Red Bull mit falschem Setup

"Wir haben schon nach wenigen Runden gemerkt, dass die Reifen bei den anderen länger halten als bei uns", analysierte der Weltmeister später. "Wir haben sie einfach nicht ins richtige Arbeitsfenster bekommen", fügte Teamchef Christian Horner an. "Da lagen wir beim Setup offenbar ein wenig daneben."

Überraschender als die eigene Pace war aber der Speed von Kimi Räikkönen. "Ein Zweistopp-Rennen wäre für uns nie in Frage gekommen. Das hätten wir nicht geschafft", musste Horner zugeben. "Kimi und sein Lotus war die einzige Fahrer-Auto-Kombination für die das möglich war. Er hat seine schnellen Runden zu einem Zeitpunkt gedreht, an dem die Reifen bei uns längst am Ende gewesen wären."

Räikkönen unbemerkt an Vettel vorbei

Beim Blick auf die Statistik rieb sich die Konkurrenz verwundert die Augen. Der Iceman fuhr zwei Stints über 25 Runden mit seinen Medium-Reifen und wurde dabei immer schneller. In Runde 57 von 58 drehte Kimi sogar noch die absolut schnellste Runde des Rennens. "Wir wussten das ganze Wochenende, dass unser Auto gut läuft und schonend mit den Reifen umgeht", zuckte der Iceman gewohnt emotionslos mit den Schultern. "Das war heute eine relativ entspannte Fahrt."

Sebastian Vettel gab zu, dass er den Finnen nicht auf der Rechnung hatte. "Als Fernando an mir vorbeigegangen ist, habe ich auf meine Boxentafel geschaut. Laut meiner Rechnung hätte ich da aber einen Platz weiter vorne stehen müssen. Ich habe dann nachgefragt, wer fehlt. Mir wurde dann gesagt, dass Kimi vorne ist. Den habe ich aber das ganze Rennen nicht einmal gesehen."

Hinkt Red Bull im Renntrimm hinterher?

Doch wie kam der riesige Unterschied zwischen Qualifying und Rennen zustande? Alleine mit den Reifen und der Temperatur lässt sich das nicht erklären. Am Freitag hatte Vettel noch den schnellsten Longrun gedreht. Für Fernando Alonso war es dennoch keine große Überraschung: "Das haben wir doch letztes Jahr schon ein paar Mal gesehen, dass Red Bull im Qualifying allen weggefahren ist und wir oder McLaren im Rennen dann schneller waren."

Lässt sich daran schon ein Trend für die nächsten Rennen ableiten? Red Bull-Teamchef Horner will nicht zu viel in das Ergebnis interpretieren. "Ich glaube nicht, dass man sagen kann, dass unser Auto generell härter mit den Reifen umgeht. Das ist nur eine Sache des Setups. Das kann in Malaysia schon wieder anders aussehen."

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