Die erste Saisonhälfte stand ganz im Zeichen Sebastian Vettels. Weder McLaren noch Ferrari konnten das Tempo der Bullen konstant mitgehen. Nun hat sich das Blatt gewendet. Der amtierende Weltmeister musste in den vergangenen drei Rennen beim Aufstieg aufs oberste Treppchen anderen den Vortritt lassen.
Probleme mit den Intermediates
Auf dem Hungaroring machte Red Bull nichts grundsätzliches falsch. McLaren war einfach schneller. Vettel und Button setzten auf die gleiche Strategie. Beide hatten Intermediates, dann zwei Mal die superweichen Reifen drauf und im letzten Stint die weiche Mischung. "Ich glaube, wir hätten eine Runde früher stoppen sollen", analysierte Vettel. Button wechselte eine Runde früher von den Intermediates auf die superweiche Gummis sowie eine Runde eher auf den zweiten Satz der superweichen Gummis.
Bereits zu Beginn des Rennens war der Wurm drin. Zunächst führte Vettel, doch dann überholte ihn Hamilton in der vierten Runde. "Ich habe im ersten Stint ein bisschen Probleme mit den Intermediates gehabt", begründet Vettel den Verlust der Führung. In Runde 13 schnappte sich dann auch Button mit dem Vorteil der neuen superweichen Reifen den Deutschen. Fortan musste Vettel den beiden McLaren in den Auspuff schauen.
Vettel erbt Platz zwei
Bis sich Hamilton mit der Entscheidung auf Intermediates zu wechseln, verzockte. Vettel erbte den zweiten Platz und versuchte Druck auf Button zu machen. Doch der Brite fuhr wie auf Schienen und drehte eine gute Runde nach der anderen. "Ich musste Jenson im letzten Stint ziehen lassen", sagt Vettel. "Ich habe gemerkt, dass das Auto noch schneller sein könnte, aber ich hatte ein paar Probleme mit der Bremse. Es war bei noch 20 zu fahrenden Runden schwierig vorauszusehen, wie das Auto am Ende sein würde. Deshalb konnte ich nicht so hart pushen, wie ich es gerne getan hätte. Der Sieg war in Reichweite, aber wir haben es nicht geschafft."
Keine schnellste Rennrunde für Red Bull
Dass Red Bull nicht mehr tonangebend war, lässt sich auch an der Rundenzeitentabelle ablesen. Stritten sich sonst Mark Webber und Vettel um die schnellste Rennrunde, blieb den beiden Red Bull-Pilot in Ungarn nur die viert- und fünftschnellste Rennrunde. "Ich denke die wichtigste Erkenntnis ist, dass vor allem McLaren in den letzten zwei Rennen sehr konkurrenzfähig war und wir damit nicht glücklich sind", meint Vettel.





