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Sebastian Vettel - Das GP Japan-Siegerinterview

"Hatte Webber immer im Griff"

Sebastian Vettel Foto: xpb 32 Bilder

Sebastian Vettel krönte sich am Sonntag zum König von Suzuka. Wie im Vorjahr sicherte sich der Red Bull-Pilot nach der Pole Position auch den Rennsieg beim GP Japan. Im Interview spricht "Suzuka-Seb" über das Duell gegen den Teamkollegen und die Chancen im Titelkampf.

10.10.2010 Michael Schmidt

Welcher Japan-Sieg schmeckt besser: Der vom Vorjahr oder ihr zweiter Suzuka-Triumph?
Vettel: Ich bin stolz, dass ich auf dieser super Strecke zwei Mal hintereinander gewinnen konnte. Es ist das erste Mal, dass mir so etwas gelungen ist. Dieser Kurs ist wie gezeichnet für unser Auto. Es macht unglaublichen Spaß, damit durch die Highspeed-Kurven zu fahren, speziell wenn das Auto zum Schluss des Rennens immer leichter wird.

Die Titelchancen sind jetzt wieder intakt.
Vettel: Die waren nie weg. Ich nehme mir Rennen für Rennen vor. Die Ausgangsposition ist ziemlich einfach: Keiner von uns darf sich mehr einen Fehler oder einen Ausfall erlauben.
 
Trotzdem müssen Sie jetzt immer vor Webber ins Ziel kommen. Ein Sieg von ihm, und er ist durch.
Vettel: Seine 14 Punkte Vorsprung sind natürlich ein Vorteil. Wenn er einmal gewinnt, wird es eng für uns alle. Aber ihm kann ja auch noch etwas passieren. Bis jetzt hatte er das Glück allerdings auf seiner Seite. Da geht der Kubica beim Start an ihm vorbei, und dann rollt er eine Runde später aus. Robert hätte Mark Punkte wegnehmen können.
 
Stichwort Start: Geht es noch besser?

Vettel: Kubica und ich hatten den besten Start da vorne. Robert hat dann noch von meinem Windschatten profitiert. Ich habe im Rückspiegel gesehen, wie er zu mir aufgeschlossen hat. Mein Polster auf ihn war aber groß genug. Das Problem hat sich ja dann eine Runde später von selbst gelöst.
 
Haben Sie irgendwann in diesem Rennen am Sieg gezweifelt?
Vettel: Es gab eine Schrecksekunde, als mir Senna in der Spoon-Kurve vor das Auto gefahren ist. Ich dachte noch: Was macht der Kerl da? Ich will innen vorbei und er zieht nach links. Zum Glück konnte ich noch nach rechts ausweichen.
 
Es gab eine Phase im Rennen, da haben sie innerhalb von zwei Runde jeweils eine Sekunde auf Webber verloren. Was war da los?
Vettel: Da habe ich freiwillig etwas langsamer gemacht, um die Reifen zu schonen. Ich wusste dass Mark nach dem Boxenstopp Attacke machen musste, um die Lücke zu mir zu schließen. Da dachte ich: Soll er ruhig seine Reifen dabei strapazieren. Ich wollte für den Schlussspurt noch Reserven haben. Was bringen mir acht Sekunden Vorsprung, wenn dann wie im letzten Jahr zum Schluss noch ein Safety-Car kommt? Dann hast du für nichts und wieder nichts deine Reifen verheizt, gerade, wo du sie dringend brauchen könntest.
 
Hatte Webber eine Chance gegen Sie?
Vettel: Ohne jetzt überheblich zu wirken, würde ich sagen, dass ich ihn immer im Griff hatte. Im ersten Turn habe ich geschaut, dass der Abstand immer so bei zwei Sekunden bleibt. Es war am Anfang eine Fahrt ins Ungewisse, da wir nicht wussten, wie lange wir mit den Reifen draußenbleiben müssen. Es wäre deshalb dumm gewesen, die Reifen zu früh zu ruinieren. Deshalb habe ich meinen Speed die ganze Zeit darauf ausgerichtet, die Reifen gut in Schuss zu halten.
 
Nach ihrem Boxenstopp liefen Sie auf Button auf, der mit seinen harten Reifen lange draußen blieb. Sind Sie nervös geworden, dass ihre Verfolger aufschließen könnten?
Vettel: Überhaupt nicht. Ich wusste, dass ich den Speed haben würde, mich von ihnen abzusetzen, sobald ich freie Fahrt habe. Deshalb habe ich auch nicht versucht, Button anzugreifen. Es wäre auch aussichtslos gewesen. Er ist auf der Geraden viel zu schnell gewesen.

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