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Sebastian Vettel exklusiv

Der Hauptgegner heißt Mark Webber

Sebastian Vettel Foto: xpb 32 Bilder

Sebastian Vettel musste sich Fernando Alonso in Singapur nur um drei Zehntel geschlagen geben. Der Deutsche sieht seine Chancen auf den WM-Titel allerdings gestiegen. Der Hauptgegner heiße nicht Alonso, sondern Mark Webber, wie Vettel im Interview verrät.

26.09.2010 Michael Schmidt

Hatten Sie eine Chance das Rennen zu gewinnen?
Vettel: Die einzige Chance an Alonso vorbeizukommen hatte ich beim Start. Sonst hat er sich keine großen Fehler erlaubt.

War Alonso beim Start fair?
Vettel: Ich würde sagen ja. Er hat seine Position verteidigt. Leider kam die erste Kurve zu früh. Wenn ich bis zum Ende durchgezogen hätte, wäre der Winkel am Kurveneingang ziemlich spitz geworden. Das wollte ich nicht riskieren, da ich ja nicht mal Seite an Seite mit ihm lag.

War es schwer ihm zu folgen?
Vettel: Am Anfang ja. Ich hatte das Gefühl schneller zu sein, habe mich aber etwas zurückfallen lassen, weil alles unheimlich heiß wird, wenn du zu dicht auffährst: Der Motor, die Bremsen, die Reifen. Als der Boxenstopp näherrückte, musste ich die Drei-Sekunden-Lücke wieder zufahren. Ich habe sieben Runden lang volle Flamme gemacht. Da haben sich die Reifen natürlich nicht bedankt.

Wäre es besser gewesen, eine Runde früher oder später als Alonso Reifen zu wechseln?
Vettel: Wir mussten warten, bis wir genug Vorsprung auf Hamilton hatten. Als er reinkam, sind wir sofort hinterher. Leider hatte Ferrari den gleichen Plan. Länger draußenbleiben hätte nichts geholfen. Meine Hinterreifen waren schon ziemlich am Ende.

Warum hatte der Ferrari einen so guten Rennspeed. Im Training waren Sie doch meistens haushoch überlegen.
Vettel: Ich bin überzeugt, dass ich schneller gewesen wäre, hätte ich es einmal an ihm vorbei geschafft. Aber auf einem Stadtkurs dicht hinterherzufahren ist unheimlich schwer. Ich hatte nie freie Fahrt. Du verlierst Abtrieb, du siehst die Kurven nicht richtig ein, weil das Auto vor deiner Nase dir die Sicht verstellt. Deshalb kommst du nie in den Rhythmus, um auf dieser Art Strecke schnell zu sein.

Hatte Alonso keine Schwäche, die sie hätten ausnutzen können?
Vettel: Einmal sind wir in Kurve 18 und 19 auf Überrundete aufgelaufen. Aber da ist es so unheimlich eng und es hat am Kurvenausgang eine brutale Bodenwelle, dass du keinen Angriff riskieren kannst. Eine echte Chance gab es nie. Fernando hatte ein paar kleine Wackler, das war's.

Beim zweiten Re-Start ist er doch quer gestanden. Konnten Sie davon nicht profitieren?
Vettel: Leider war in dieser Passage noch Gelblicht. Ich musste warten bis zu Kurve 21 und dort hatte sich Alonso schon wieder gefangen.

Lewis Hamilton ist zum zweiten Mal durch Unfall ausgeschieden. Wird er langsam nervös?
Vettel: Ich habe nicht gesehen, was passiert ist. Deshalb kann ich nicht beurteilen, ob Lewis zu viel riskiert hat. Es stimmt, dass er manchmal wie ein Messer durch die Butter in Löcher sticht, in der Hoffnung die Lücke bleibt auf. Wenn es gut geht, ist er der Held, wenn nicht wird gesagt, er fahre zu aggressiv. Jeder hat seinen eigenen Stil. Singapur ist eine der schwierigsten Strecken im Kalender. Da ist es leicht, einen Fehler zu machen.

Wie anstrengend war es?
Vettel: Du merkst nach 61 Runden schon, was du in den zwei Stunden davor getan hast. Auch wenn du eine Trinkflasche an Bord hast. Die liegt bei uns neben der Elektronik und wurde zum Schluss ziemlich heiß. In den letzten Runden hatte ich warmen Tee.

Ist Alonso jetzt Ihr Hauptgegner?
Vettel: Aus meiner Sicht ist eher mein Teamkollege der Hauptgegner. Mark liegt in der WM vorne.

Wie sehen Sie ihren WM-Chancen?
Vettel: Besser als vor dem Start des Rennens. Ich habe noch immer alle Chancen

Wie sieht Ihre Prognose für Suzuka aus?
Vettel: Die Strecke sollte unserem Auto liegen. Wie alle Strecken im Restprogramm. Nur Korea ist eine Unbekannte, aber das gilt für alle.

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