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Sebastian Vettel holt Maximum

"Auto hat gemacht, was ich wollte"

Sebastian Vettel - GP Brasilien 2014 Foto: Wilhelm 38 Bilder

Sebastian Vettel durfte mit dem fünften Platz zufrieden sein. Mehr ist mit dem Red Bull bei normalen Bedingungen zur Zeit nicht drin. Wegen der Top-Speed-Schwäche der Autos musste Red Bull mit der Strategie zaubern, um Vettel an Fernando Alonsos Ferrari vorbeizubringen.

11.11.2014 Michael Schmidt

Ein fünfter Platz ist schon ein Erfolg. Das ist die Realität aus Sicht von Red Bull. Mercedes ist unschlagbar. Williams normalerweise auch, wenn sie nicht zu viele Fehler machen. Red Bull braucht Regen oder Rennstrecken, bei den der Top-Speed keine Rolle spielt, um auf das Podium zu fahren.

Sebastian Vettel zog deshalb ein positives Fazit nach dem GP Brasilien. "Es war ein gutes Resultat für uns. Ich bin mit dem Samstag und Sonntag zufrieden. Im Vergleich zu den Rennen davor habe ich mich besser gefühlt, und das Auto hat ein bisschen mehr das gemacht, als ich wollte."

Der Weltmeister machte sich selbst das Leben schwer. Wie 2012 wurde ihm Kurve 4 fast zum Verhängnis. Diesmal, weil er extrem vorsichtig zu Werke ging: "An Kurve 4 habe ich seit 2012 nicht so gute Erinnerungen. Wenn da einer innen fährt, und du schneidest von außen rein, dreht es dich schnell herum. Diesmal war Kevin Magnussen innen. Bei dem weißt du nie so ganz, was er vorhat. Deshalb habe ich ihm viel Platz gelassen und ihn zu lange beobachtet. So kam ich ein bisschen neben die Strecke."

Ferrari auf der Geraden zu schnell

Vettel verlor zwei Plätze an Fernando Alonso und Kevin Magnussen. "Nach dem Wackler in der ersten Runde habe ich mich erstmal festgefahren. Ich kam nicht an Alonso vorbei. Die Ferrari waren auf der Geraden einfach zu schnell. Selbst Button hat sich am Ende des Rennens schwer getan, Kimi zu überholen. Und Jenson hat immerhin einen Mercedes-Motor. Daniel und ich haben uns deshalb etwas zurückfallen lassen. Wir waren klar schneller als der Ferrari, konnte es aber nicht umsetzen."

Es dauerte bis zur 29. Runde, bis sich Vettel die Positionen zurückgeholt hatte, die er in der Startrunde verlor. Der Strategie sei Dank. Red Bull holte seine Nummer 1 in der 24. Runde zum zweiten Reifenwechsel an die Box. Magnussen blieb zwei, Alonso sogar vier Runden länger auf der Bahn.

Doch in der Formel 1 gibt es nichts umsonst, erklärt Vettel: "Wir haben versucht, die Ferrari durch den früheren Boxenstopp zu knacken. Das hat erst im zweiten Versuch geklappt. Das Problem ist dabei natürlich, dass die Stints hinten raus umso länger werden. Die Reifen waren ohnehin schon am Limit. Am Ende wurde es dann jedes Mal eng."

Button hilft Vettel gegen Räikkönen

Im Top-Speed lag Vettel mit 320,8 km/h nur auf Platz 13 der Rangliste. Wegen des Handikaps musste der WM-Vierte mit dem Rennspeed und dem besseren Reifenmanagement punkten. "In Bezug auf die Reifen war es eines der besseren Rennen für uns. Wir saßen mit den anderen von der Strategie her im gleich Boot. Und die Bedingungen waren mit den hohen Temperaturen und dem schwarzen Asphalt, der die Hitze auch noch gespeichert hat extrem. Damit haben wir uns leichter getan."

Im Verlauf des Rennens überholte Vettel auf der Strecke nur zwei Autos. In Runde 37 Daniil Kvyat und im 61. Umlauf Kimi Räikkönen. Im Kampf mit dem Ferrari nutzte der vierfache Champion seine einzige Chance. Nicht am Ende der der beiden Geraden, sondern in der Passage zwischen den Kurven 5 und 7.

"Wichtig war an Kimi vorbeizukommen. Jenson hat mir dabei geholfen. Alleine hätte ich es vielleicht nicht geschafft. Als er ihn angegriffen hat, habe ich meine Lücke gesehen. Ich wusste, in der Kurve geht mein Auto. Dort hatte ich es vorher schon zwei Mal probiert, und bin immer nur ganz knapp gescheitert. Da musste es einfach passen, und bei Kimi weiß ich, dass er auch mitspielt."

Für einen Moment sah es so aus, als könnte Vettel den McLaren in einem Aufwasch auch noch überholen. "Ganz kurz war die Chance da, Jenson noch mitzunehmen. Aber er hat sich schnell wieder gefangen. Wir hatten dann nicht mehr das Tempo ihn zu überholen. Wenn überhaupt, war ich vielleicht ein, zwei Zehntel schneller. Um überholen zu können, musst du sechs oder sieben Zehntel schneller sein."

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