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Sebastian Vettel exklusiv

"Ich dachte schon, das war es"

Sebastian Vettel Foto: dpa 30 Bilder

Sebastian Vettel hat mit einer couragierten Aufholjagd noch Rang vier in Monza gesichert. Dabei ließ sich der Red Bull-Pilot weder von Technikproblemen noch von einem verkorksten Start aus dem Konzept bringen.

12.09.2010 Michael Schmidt

Der Red Bull hat plötzlich Power verloren. Was war der Grund?
Vettel: Wir wissen es noch nicht genau. Vielleicht der Motor oder die Bremse.

Wie hat sich das in dieser Situation angefühlt?
Vettel: Das hat sich schon vor den Lesmo-Kurven angekündigt. Die Drehzahl ging zwar hoch, aber nicht so schnell wie normal. Ich habe gemerkt, dass ich wie gegen eine Wand fahre. Dann habe ich Speed verloren. Statt 320 km/h kam ich für anderthalb Runden nur auf 285 km/h. Da dachte ich schon, das war es. Auf einmal hat es sich wieder von alleine gelöst.

Wie hart war es am Ende mit den weichen Reifen, die Zeit auf Rosberg gutzumachen.
Vettel: Ich musste nach dem Problem ja erst einmal wieder an die Gruppe herankommen. Wir haben leider ziemlich wenig Speed auf der Geraden. Es gibt nicht viele Autos, die noch langsamer sind als wir. Ich habe versucht die Reifen zu schonen, aber ich musste ja auch wieder an die Gruppe ran. Sonst wäre gleich game over. Als ich hinter Hülkenberg lag, habe ich an die Box gefunkt, dass ich gerne länger draußen bleiben und versuchen will, ihn auf der Strecke zu überholen. Wir haben gesehen, dass die anderen auf den harten Reifen die ersten Runden Probleme bekommen. Je kürzer wir den Zeitraum mit den Reifen halten konnten desto besser. Am Ende war es ja nur eine Runde. Zum anderen war zu diesem Zeitpunkt entscheidend, dass die Zeiten mit den weichen Reifen noch schnell genug waren. Die Reifen waren am Ende schon ziemlich fertig, aber noch gut genug.

Ihr Renningenieur hat Sie angewiesen, immer später zu bremsen.
Vettel: Ja, der hat mich ständig angeheizt. Das hat mich gut motiviert. Beide zusammen haben wir uns dann hochgeschaukelt.

Die Startrunde war ja schon unglaublich hektisch.
Vettel: Mark (Webber) und ich, wir hatten beide keinen guten Start. Ich bin nach links, Nico (Rosberg) war rechts. Ich wusste, dass ich aufpassen muss. Wenn der Nico den Mark drückt, dann habe ich schnell zwei Räder auf der Wiese. Dann müsste ich geradeaus in den tollen Notausgang. Ich habe versucht gutzumachen, was gutzumachen war. Innen ist ein Zug von Autos durchgeschlüpft. Da haben wir Plätze verloren. Dann habe ich noch ein Schlag auf die Crashbox bekommen. Mein Rücklicht war auch kaputt. Ich konnte gar nicht dran denken, den Scheitelpunkt der Schikane zu bekommen. Deshalb habe ich die Schikane geschnitten und mich wieder eingeordnet. Der Michael (Schumacher) ist da vorbeigegangen. Ich konnte ihn einfach nicht halten. In der zweiten Schikane hat Mark dann einen Fehler gemacht, und wir beide sind an ihm vorbei. Später in der Lesmo-Kurve konnte ich Michael dann wieder überholen.

Was denkt man, wenn man Hamilton ausrollen sieht?
Vettel: Nichts. Ich hatte selbst alle Hände voll zu tun und lag Seite an Seite mit Michael. Es hat uns das Rennen ja nicht viel leichter gemacht. Wir waren da auf den Plätzen, sechs, sieben, acht oder neun.

Aber für die WM ist es ideal?
Vettel: Klar, für die WM ist es gut. Das kann er gerne nochmal machen. Wichtig ist aber, dass wir das Optimum rausholen. Das war heute mit dem vierten Platz der Fall. Mehr war nicht drin. Die anderen waren zu schnell.

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