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Sebastian Vettel

"Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper"

Sebastian Vettel Foto: dpa 16 Bilder

Trotz 19 Punkten Rückstand auf WM-Spitzenreiter Jenson Button ist Sebastian Vettel im Formel-1-Titelrennen zuversichtlich. "Es wird kein Zuckerschlecken, aber ich habe Vertrauen in das Team und mich selbst", sagte der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim im Interview vor dem Großen Preis von Italien am Sonntag (13.9.).

10.09.2009

Sie seien "drauf und dran, diese Lücke zu schließen". In Monza feierte der damals 21 Jahre alte Hesse im vergangenen September sensationell seinen ersten Sieg, nachdem er zuvor auch die Pole Position geholt hatte. "Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper", beschrieb er seine Gefühle.  

Vor einem Jahr ist Ihnen mit dem B-Team Toro Rosso in Monza als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte Ihr erster Sieg geglückt. War der Große Preis von Italien das bislang bedeutendste Rennen für Sie? 
Vettel:
Es ist mein erster Formel-1-Sieg - und deswegen was ganz Besonderes. Nie werde ich den Augenblick vergessen, als ich über die Ziellinie fuhr. Ich wusste nicht, was ich denken oder fühlen sollte oder was ich meinem Team per Funk sagen sollte. Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper. Die Blicke vom Siegerpodest hinunter, zusammen mit Gerhard Berger, auf die jubelnde und Freudentränen vergießende Crew der Scuderia Toro Rosso, das weckte unglaubliche Emotionen in mir. Es war ein wirklich perfektes Wochenende, an das ich mich immer erinnern werde, was auch immer meine Karriere mir noch bringen wird.

Wie stehen Ihre Chancen, diesen Triumph an diesem Wochenende zu wiederholen?
Vettel:
Wir haben in Monza sehr gute Chancen. Man hat in Spa gesehen, dass unser Auto extrem schnell ist. Übers Jahr gesehen gab es Strecken, die uns nicht so gelegen haben wie andere, aber unterm Strich waren wir immer wettbewerbsfähig und imstande, vier oder fünf Punkte mindestens mitzunehmen, meistens sogar mehr. Leider haben wir es aber nicht immer geschafft, ins Ziel zu kommen - das summiert sich natürlich.  Wir sind jetzt aber drauf und dran, diese Lücke zu schließen. 

Sie haben nur noch zwei Motoren für die ausstehenden fünf Grand Prix zur Verfügung. Ihr Renault ist gegenüber den Mercedes-Triebwerken, mit denen auch WM-Spitzenreiter Jenson Button im BrawnGP fährt, deutlich anfälliger. Könnte dies der entscheidende Nachteil in der WM-Entscheidung sein? 
Vettel:
Wir müssen jetzt einfach etwas haushalten und sparen, da gibt's weniger Training. Eigentlich sollte ich Monza nach den Erfahrungen des letzen Jahres gut kennen. Aber Monza ist keine einfache Strecke. Sie wird oft unterschätzt. Es geht nämlich nicht nur geradeaus, und nicht nur die Leistung des Motors ist entscheidend. Monza ist viel mehr als das: Die Kerbs richtig zu treffen, ist eine schwierige Herausforderung. Unser Auto ist gut in diesem Bereich - deswegen haben wir gute Chancen, vorne mitzumischen.

Button schwächelt seit Wochen: Zuletzt in Belgien der erste Saisonausfall und nur elf Punkte in den zurückliegenden fünf Rennen. Rechnen Sie damit, dass Ihr Rivale weiterhin in der Krise steckt oder dass er in Monza an seine frühere Erfolgsserie anknüpfen kann? 
Vettel:
Ich denke, da fragen Sie ihn am besten selbst.

Steht Button trotz seines immer noch großen Vorsprungs von 19 Punkten auf Sie - gegenüber seinem Teamkollegen Rubens Barrichello sind es 16 Zähler - psychologisch wegen seiner jüngsten enttäuschenden Ergebnisse stärker unter Druck als Sie und die anderen Verfolger? 
Vettel:
Es stimmt, die letzten Rennen sind nicht so gut für ihn gelaufen. Warum auch immer. Uns hilft das natürlich. Wir müssen aufholen, sind in der Position der Verfolger, und deswegen üben wir automatisch Druck bei denen aus, die vor uns sind.

Rein rechnerisch würde es Ihnen reichen, pro Rennen vier Punkte auf Button gutzumachen. Dann wären Sie am Saisonende mit einem Zähler Vorsprung Weltmeister. Sind Sie und Ihr Team stark genug, diesen Rückstand in den ausstehenden fünf Läufen aufzuholen? 
Vettel:
Es wird kein Zuckerschlecken, aber ich habe Vertrauen in das Team und mich selbst. 

Könnten Weltmeister Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen im Titelrennen das Zünglein an der Waage bilden, indem sie sich kontinuierlich vorne platzieren und damit Ihre Siegchancen drastisch einschränken? 
Vettel:
Nein, denn ihre Stärke kann auch unser Vorteil sein. Zum Beispiel, wenn sie hinter mir ins Ziel kommen, aber vor den Brawns.

Haben Sie auf sich als neuen Champion gewettet - und falls ja, wie viel? 
Vettel:
Ich habe nicht gewettet. 

Wenn es für Sie trotz allem nicht zum Titel reichen sollte, welchem der drei anderen Anwärter - Button, Barrichello und Ihr Teamkollege Mark Webber - räumen Sie dann die größten Chancen ein? 
Vettel:
Daran denke ich nicht!

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