Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Formel 1: Sebastian Vettel exklusiv

"Wollte Rennen nur zu Ende fahren"

Sebastian Vettel Foto: dpa 49 Bilder

Zehn Minuten nach der Zieldurchfahrt saß Sebastian Vettel in Zivil in seinem Ruheraum im Red Bull-Motorhome. Bis zur 26. Runde hatte er das Rennen in Melbourne angeführt. Doch dann ging es ins Kiesbett. auto motor und sport sprach mit dem Beinahe-Sieger.

28.03.2010 Michael Schmidt

Sie wurden schon wieder um den Lohn gebracht?
Vettel: Natürlich nervt es. Schon wieder ein Defekt. Ich könnte jetzt mit 50 Punkten nach Malaysia fahren.

Was ist genau passiert?
Vettel: Zuerst habe ich vorne links im Rad einen Funkenregen gesehen. Das Rad hat vibriert, und ich wollte schon an die Box kommen, da hat sich alles wieder stabilisiert. Also bin ich draußen geblieben.

Und dann kam die ominöse Kurve 13.
Vettel: Ich habe sie ganz vorsichtig angebremst, doch da war nur noch ganz wenig Bremswirkung. Dadurch sind gleich 20 Meter verloren gegangen. Ich lenke ein, tippe noch mal auf die Bremse, als ich merke, dass sich das Rad lose auf der Nabe dreht. Leider hat das Auto da schon einen Rechtsdrall gehabt und es ging ab ins Kiesbett. Ich versuchte dann irgendwie auf die Rettungsstraße hinter dem Kiesbett zu kommen, aber das Auto hat sich eingedreht. Es hätte eh nichts mehr genützt, wenn ich es zurück an die Boxen geschafft hätte. Das Rad war kaputt.

Hat Button Druck gemacht?
Vettel: Den hatte ich unter Kontrolle. Ich bin ganz locker unterwegs gewesen, habe Sprit gespart und wollte einfach nur das Rennen zu Ende fahren.

Also ein langweiliges Rennen an der Spitze für Sie?
Vettel: Nicht ganz. Die ersten Runden im Nassen waren sauschwierig. Es war arschglatt draußen, und wir sind praktisch ohne Vorbereitung ins Blaue hinein gefahren. Erst in der Formationsrunde hast du ein Gespür dafür bekommen, wie glatt es wirklich war. In den ersten Runden wollte ich nichts riskieren. Ich bin so schnell gefahren wie ich musste, um mir nicht die Intermediates zu zerstören. Es hätte ja sein können, dass es später noch einmal anfängt zu regnen. Button hat dann ja wohl als erster auf die Trockenreifen gewechselt und uns dann mit seinen Rundenzeiten gezeigt, dass es Zeit ist, das gleiche zu tun.

Wieso war dieser Grand Prix plötzlich so spannend?
Vettel: Weil bei den Bedingungen mehr Fehler passieren. Nur so kannst du überholen. Als es zum Schluss trocken wurde, war es schon wieder schwieriger. Das hat man am besten an Hamilton und Webber gesehen. Die waren klar schneller als die Gruppe vor ihnen. Aber kaum haben sie aufgeschlossen, hingen sie dahinter fest. Mark hat mir erzählt, dass seine Reifen innerhalb von zwei Runden im Pulk Grip verloren haben.

Umfrage
Wie fanden Sie den GP Australien?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden