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Sebastian Vettel

"Keine Angst vor der Regeländerung"

McLaren und Ferrari Foto: xpb 50 Bilder

Es braucht mehr als eine kleine Regeländerung, um Red Bull zu stoppen. Nachdem Sebastian Vettel im achten Rennen seine siebte Pole Position markierte, hoffen die Gegner auf die große Regeländerung in Silverstone. Vettel macht den Verfolgern wenig Hoffnung.

25.06.2011 Michael Schmidt

Seit dem GP Europa gilt für die Motorentechniker der Formel: Training ist Rennen. Wer in der Qualifikation einen aggressiven Motormodus fahren will, um über den Auspuff den Diffusor mit mehr Luft zu versorgen, der muss damit auch im Rennen leben. Mit geringen Chancen es zu beenden.

Red Bulls Verfolger sahen darin einen ersten Schritt, die blauen Raketen einzubremsen. Ihre Theorie ging dahin, dass die Red Bull-Piloten in der Vergangenheit im Q3 von extremen Motoreinstellungen profitiert haben. Deshalb auch immer der große Zeitunterschied zwischen Q2 und Q3.

Übliche Reihenfolge: Vettel vor Webber

Wer auf eine Schwäche von Red Bull gehofft hatte, wurde enttäuscht. Auch mit den neuen Bestimmungen stehen zwei Red Bull in der ersten Startreihe. In der üblichen Reihenfolge: Sebastian Vettel vor Mark Webber. Red Bull legte zwar im Q3 im Vergleich zu früher nicht mehr so dramatisch zu und die Steigerungsraten bei McLaren lagen erstmals auf gleichem Niveau, doch Vettel reichte das trotzdem zu seiner siebten Pole Position im achten Rennen.

Er hätte zwar im letzten Versuch eine Spur schneller gekonnt, brach ihn aber ab, weil er Reifen sparen wollte. Es drohte von niemandem Gefahr. Auch Lewis Hamilton hatte noch ein oder zwei Zehntel in der Tasche, hätte er beim zweiten Versuch in Q3 nicht einen kleinen Fehler eingebaut und danach ebenfalls die Runde mit Rücksicht auf die Reifen abgebrochen.

Red Bull bleibt für Ferrari unantastbar

Ferrari machte sich umsonst Hoffnungen. Maranello rechnete damit, dass Red Bull Federn lassen würde, doch wenn es so war, dann eben nicht genug. Fernando Alonso fehlte eine halbe Sekunde auf Vettel. Auch ohne den Fehler im letzten Versuch wäre der Spanier nicht in die Nähe des Weltmeisters gekommen.

Alonso hatte schon in Q2 sechs Zehntel auf Vettels Zeit eingebüßt. "Wir haben den Rückstand vom Saisonbeginn bis heute von 1,5 auf eine halbe Sekunde verkürzt", resümierte Alonso. "Das ist positiv. Aber bei einem normalen Trainings- und Rennverlauf ist Red Bull immer noch unantastbar. Uns bleibt nur der Kampf um Platz drei mit McLaren."

Auf die Frage, ob man sich von der Regeländerung zu viel erwartet habe, meinte Alonso: "Das war nur der kleine Teil. In Silverstone werden die Auswirkungen stärker zu sehen sein." Ob das Ferrari helfen wird, ist eher zweifelhaft. "In schnellen Kurven fehlt uns immer noch Anpressdruck, und Silverstone ist voller schneller Kurven", schätzt Felipe Massa die Lage realistisch ein.

Vettel erwartet Probleme für Renault und Mercedes

Man musste in Valencia nur die Sektorzeiten studieren, um Ferraris Problem zu erkennen. Im letzten Sektor mit den vielen schnellen Kurven verlor Alonso allein vier Zehntel auf Vettel. Die ersten zwei Abschnitte im Stop-and-go Rhythmus war er ebenbürtig.

Vettel macht den Gegnern wenig Hoffnung, dass sich das Bild beim GP England in 14 Tagen groß ändern wird. "Es wird auch vor Silverstone wieder viele Spekulationen geben, und es wird auch dort nicht viel anders aussehen. Wir haben keine Angst vor der Regeländerung. Alle werden verlieren, die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger. Ich glaube, dass es andere stärker treffen wird. Wenn ich mir die Position des Auspuffs anschaue, sehe ich eher Probleme für Renault und Mercedes."

Nick Heidfeld würde das nicht unterschreiben. "Silverstone wird größere Änderungen bringen. Ich erwarte bei uns weniger Balanceänderungen als bei anderen." Adrian Sutil sieht im Abschlusstraining zum GP Europa eher ein Indiz für das Gegenteil: "Ich stehe vor Petrov in der Startaufstellung. Gut möglich, dass es uns hilft, wenn jeder nur noch Rennabstimmung fahren darf."

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