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Sebastian Vettel

Konkurrenz nicht immer ganz fair

Sebastian Vettel GP Brasilien 2012 Foto: xpb 71 Bilder

Sebastian Vettel ist zum dritten Mal Weltmeister. Nach dem Titelgewinn in Brasilien sprach der alte und neue Champion über das chaotische Rennen in Interlagos und die schwierigste Saison in seiner Karriere.

25.11.2012 Tobias Grüner

Sebastian Vettel war die Erleichterung nach der Titelverteidigung in Sao Paulo anzumerken. In einem chaotischen Rennen reichte ein sechster Platz, um die dritte Weltmeisterschaft zu feiern. Zwischendurch hatte es allerdings gar nicht danach ausgesehen, als könne die Party im Red Bull-Lager steigen.

"Alles was schief gehen konnte, ging auch schief", begann der Heppenheimer seine Rennanalyse. "Mark hat mich zu Beginn etwas nach innen gedrückt. Ich parkte quasi am Scheitelpunkt und verlor den Schwung. Das hat mich einige Plätze gekostet. Bei der Anfahrt auf Kurve vier hab ich plötzlich einen Schlag gespürt. Wir wussten alle, dass es feucht ist. Bruno hat es offenbar vergessen. Er hat mein Auto benutzt, um sich selbst zu bremsen."
 
"Dann ging mein Funk verloren. Ich habe eine Runde zu früh auf die Slicks gestoppt. Eine Runde später hat es begonnen zu regnen und ich musste wieder reinkommen, um Intermediates zu holen. Weil ich nicht Bescheid sagen konnte, waren die Reifen noch nicht bereit. Ich habe es glaube ich für alle etwas aufregender gemacht."

Vettel wusste im Ziel nicht Bescheid

"Am Ende ging das Rennen auch noch hinter dem Safety-Car ins Ziel. Ich habe den Force India im Aus gesehen und wusste gar nicht genau, ob es für mich gereicht hat. Als mir dann gesagt wurde, dass ich Weltmeister bin, war das unglaublich. Leider konnte niemand meine Antwort hören, weil der Funk ausgefallen war."

"Ich dachte während des Renenns aber nie "Game Over". Ich wusste zwar nie genau, wo Fernando gerade liegt. Das war aber auch nicht das Wichtigste. Wir hatten alle Hände voll zu tun, das Auto auf der Strecke zu halten. Das Heck wollte ständig ausbrechen. Vor allem bei trockenen Bedingungen haben wir viel verloren. Auf der Geraden hatten wir zu viel Luftwiderstand. Das hat man auch beim Restart gemerkt, als ich rechts und links unter Druck kam. Das konnten wir auch im Regen nicht mehr wettmachen."

Mit dem dritten Titel zog Vettel mit prominenten Namen wie Senna, Lauda, Piquet, Stewart, Brabham gleich. "Es gehört auch Glück dazu, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein", erklärte Vettel zu seiner historischen Leistung. "Ich glaube aber auch daran, dass man seines eigenen Glückes Schmied ist. Den Titel hier in Sao Paulo zu gewinnen, wo Ayrton Senna geboren und begraben ist - da weiß ich gar nicht, was ich sagen soll."

"Man kann den Titel nur schwer mit den anderen vergleichen. Es war eine schwere Saison. Auf und abseits der Strecke. Es ging immer hoch und runter. Wir haben uns aber immer zusammengerissen. Man muss ehrlich zu sich selbst sein und in den Spiegel schauen können. Man kann sich nicht selbst betrügen."

Harte Gegenwehr außerhalb der Grenzen

Die Konkurrenz hat nach Vettels Meinung offenbar nicht immer fair gespielt. "Die anderen haben alles versucht uns zu schlagen - innerhalb und außerhalb der Grenzen. Wir hatten viel Gegenwehr. Manche haben Dinge gemacht, die wir bei uns niemals in Erwägung ziehen würden. Es ist aber nicht an uns, das zu kommentieren. Wir müssen uns auf unser eigenes Ding konzentrieren."

"Ein schlauer Mensch hat mir mal gesagt, dass ein Sieg nach einem Sieg das schwierigste ist. Alle konzentrieren sich auf dich. Der Druck steigt. Und daran denke ich in schwierigen Momenten. Es hilft auch, wenn man sich klar macht, dass man nie so gut oder so schlecht ist, wie es draußen behauptet wird."

"Ich danke meinem Team. Das klingt vielleicht, wie eine Phrase. Aber ich fühle mich wirklich, wie ein Teil meiner Mannschaft. Die Saison ist morgen vorbei. Und die Jungs bereiten jetzt schon den RB9 für die kommende Saison vor. Alle machen diesen Job nicht wegen des Gehaltschecks, sondern weil sie es lieben."

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