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Vettel macht den Regel-Check

"Die neue Quali ist Quark"

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - 31. März 2016 Foto: xpb 106 Bilder

Sebastian Vettel rechnet mit den neuen Regeln ab. Das neue Qualifikationsformat und das Funkverbot sind für ihn Quark. Im Start mit einem Kupplungspedal und den drei Reifenmischungen sieht er Potenzial. Schnellere Autos will der Ferrari-Pilot vor allem fürs Rennen.

31.03.2016 Michael Schmidt

Vergangene Woche hat auto motor und sport den Regel-Check gemacht. Jetzt rechnet Sebastian Vettel mit den neuen Regeln ab. Am schlechtesten schneidet das neue Qualifikationsformat ab. "Ich finde, die neue Quali ist Quark." Deshalb zeigt sich Vettel enttäuscht, dass die Formel 1 nicht den Weg zurück gefunden hat. Wo doch praktisch alle Kritik geübt haben.

Vettel zieht einen Vergleich, um die Starrköpfigkeit der Regelmacher zu erklären: "Das ist so, als würdest du partout Vanille-Eis verkaufen, obwohl alle deine Kunden Schokolade-Eis wollen."

Auch das Funkverbot kommt nicht gut weg. "Auch das ist Quark. Wir fahren nicht mehr Autos wie vor 20 Jahren. Die Technik ist so komplex, dass du bestimmte Informationen brauchst, um die Autos überhaupt am Laufen zu halten. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, ob die alle Funksprüche abhören und checken können, ob sie regelkonform sind."

Schafft die Hybrid-Technik wieder ab

Beim Start mit nur noch einem Kupplungspedal differenziert Vettel. "Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung. Man will uns Fahrern wieder mehr Kontrolle geben. Aber ich glaube, wir müssen ein paar Rennen abwarten und dann urteilen, ob es sich bewährt hat."

Das gleiche trifft auf das größere Reifenangebot zu. "Jeder versucht die Strategie zu machen, die am schnellsten zum Ziel führt. Auf jeden Fall gibt die neue Regel während des Rennens mehr Flexibilität und damit mehr Überraschungen."

Auf die Frage, ob die Formel 1 schnellere Autos braucht, wo doch Lewis Hamilton mit seiner Pole Position in Melbourne bis auf 3 Zehntel an Vettels Rekord herangekommen ist, antwortet der Ferrari-Pilot: "Das Problem ist nicht die Qualifikation. Auf eine Runde stimmt der Speed. Das Problem ist der große Speedunterschied im Rennen. Da sind wir meilenweit hinter den Werten von 2009 und 2010. Weil die Autos generell zu schwer sind, vollgetankt zu viel Gewicht mitführen, und weil die Reifen zu stark abbauen."

Und was würde er anders machen, wenn er könnte? "Ich würde die Hybrid-Technik abschaffen und zu konventionellen Motoren zurückkehren. Die aktuellen Motoren sind für viele Probleme verantwortlich, mit denen wir uns derzeit herumschlagen."

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