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Sebastian Vettel macht Politik gegen Pirelli

"Reifen einfach nicht gut genug"

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Monaco - 22. Mai 2013 Foto: ams 71 Bilder

Sebastian Vettel bleibt dabei: Die Pirelli-Reifen sind ihm ein Dorn im Auge. Der Red Bull-Pilot macht weiter Politik gegen die Pneus und fordert eine Überarbeitung. Vettel sieht vor allem ein Sicherheitsrisiko.

22.05.2013 Bianca Leppert

Reifen, Reifen, Reifen. Es wird über kaum ein anderes Thema im Fahrerlager gesprochen. Sebastian Vettel bleibt auch nach der Überarbeitung für Barcelona bei seiner Kritik an Pirelli. "Ich will nicht schlecht über die Leute reden, aber in Sachen Sicherheit müssen sie einen besseren Job machen", fordert Vettel.

"Wir haben einige Delaminierungen gesehen. Glücklicherweise ist nichts passiert. Die Fahrer sind nicht über dem Limit gefahren, sondern die Reifen sind einfach nicht gut genug. Das kann nicht sicher sein. Keiner will sehen, wie sich dir hier am Ende der Geraden der Reifen ablöst."

Pirelli dementiert Sicherheitsrisiko

Pirelli sieht das anders. "Es ist wichtig herauszustellen, dass die Delaminierungen, die beim Ablösen der Lauffläche auftreten, die Sicherheit der Reifen nicht beeinträchtigen, da die Kernstruktur des Reifens in keiner Weise betroffen ist", sagte Pirelli-Sportchef Paul Hembery nach dem Rennen im Barcelona.

Neben den Sicherheitsbedenken ärgert sich Vettel aber auch über die Fahrweise mit den Reifen. Der Weltmeister kann sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. "Vergleichen wir es mit Skifahren. Den Skifahrern wir erlaubt, sehr schnell um die Kurven zu fahren. Jetzt stell dir vor, du hast von einem Jahr auf das andere Holz-Skier. Und dann ist derjenige, der nicht so schnell war, besser als er sein sollte. Das soll nicht heißen, dass sie nicht an der Spitze sein sollten, aber der Sport hat sich sehr verändert. Es ist kein Rennfahren, wie wir es kennen."

Kampf um Pole-Position statt Reifenschonen

Geht es nach Vettel, gibt es im Fahrerlager kaum jemanden, der mit den Reifen zufrieden ist. "Ich höre, was die Fahrer sagen", meint der Wahlschweizer. "Wenn du Lotus rauspickst und sagst, sie haben das beste Auto für diese Reifen bei diesen Bedingungen, dann haben sie das gleiche Problem wie wir, nur in einem anderen Ausmaß. Das heißt aber nicht, dass sie sich nicht beschweren. "

In Monaco dreht sich das gewohnte Bild im Qualifying vermutlich um. Statt Reifenschonen steht der Kampf um die Pole-Position im Fokus. Denn die Reifenabnutzung war auf dem Stadtkurs in den vergangenen Jahren immer sehr gering. Überholmöglichkeiten sind im Rennen Mangelware. "Ich denke, jeder wird um die Pole-Position kämpfen", prophezeit Vettel. "Wenn die Reifen lange halten, wird die Pole-Position wichtig sein. Wenn die Leute dagegen Reifenprobleme haben, kann das bedeuten, dass sie nicht alles sein wird."

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