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Formel 1: Sebastian Vettel im Pech

Vier Rennen, drei Nieten für Vettel

GP China 2010 Foto: xp 51 Bilder

In allen vier Saisonrennen lag Sebastian Vettel in Führung. Immer hatte er gute Chancen auf den Sieg. Doch statt 100 Punkten stehen nur 45 Zähler auf dem Konto des Red Bull-Piloten. Der Deutsche kämpfte zuletzt nicht nur gegen die Konkurrenz sondern auch gegen die Renngötter.

21.04.2010 Tobias Grüner

Es ist wie verhext in diesem Jahr für Sebastian Vettel. Trotz Glücksbringer im Schuh war der junge Heppenheimer zuletzt nicht gerade von Fortuna begünstigt. Im ersten Rennen in Bahrain streikte eine Zündkerze, in Australien sorgte eine Radmutter für verschenkte Punkte. Zwei Defekte, die an Seltenheit kaum zu überbieten sind. "Das war einfach Pech", fügte sich Vettel in sein Schicksal.

Was der Red Bull draufhat, wenn doch einmal alles glatt läuft, zeigte der Heppenheimer in Malaysia. Viel souveräner lässt sich ein Doppelsieg nicht herausfahren. Die Konkurrenz hatte sich bereits im Regenqualifying sämtlicher Siegchancen beraubt.

Verkorkstes Rennen in China

Doch mit Erlöschen der Startampel in China wendeten sich wieder alle Renngötter gegen Vettel. In der ersten Kurve zog ausgerechnet Teamkollege Mark Webber vorbei, nur um ihn eine Runde später beim Boxenstopp zu behindern. "Leider hat Mark vorne den Wagenheber getroffen und seinen Frontflügel beschädigt. Das hat am Ende beiden Fahrern Zeit gekostet", klagte Teamchef Christian Horner nach dem Rennen. "Das ist eben das Leid des Zweiten", fügte Vettel an.
 
Bis der Australier endlich abgefertigt war, hatte Vettel bereits alle Siegchancen verspielt. Zu allem Überfluss war der Reifenwechsel auch noch die falsche Taktik. Mit einem weiteren Boxenstopp wurde die Entscheidung korrigiert. Das unglückliche Überholmanöver an Adrian Sutil, bei dem Lewis Hamilton durchschlüpfte, kostete zusätzlich Zeit und eine Platzierung. Beim zweiten Start nach der zweiten Safetycar-Phase sah Vettel erneut schlecht aus. "Da haben wir aus irgendeinem Grund die Reifen zu langsam auf Temperatur bekommen." Am Ende ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Wegen der Entscheidung für ein reines Trockensetup war mehr als Platz sechs war einfach nicht drin. Selbst Robert Kubica im Renault musste Vettel nicht fürchten.

Vettel nur noch auf WM-Platz fünf

"So ein Rennen gibt es nicht oft", beklagte Horner das eigene Schicksal anschließend. "Wenn man von Platz eins und zwei startet, kann man dabei leider nur verlieren." Vettel sah die Lage nicht ganz so schwarz. "Man hätte sogar noch viel mehr verlieren können. Mit dem sechsten Platz können wir noch zufrieden sein." Trotzdem blieb am Ende wieder der Frust. "Wir hatten auf jeden Fall den Speed, um weiter vorne zu landen", so der China-Sieger von 2009.

Im WM-Ranking rutschte Vettel auf Rang fünf, und liegt nun wieder 15 Punkte hinter Spitzenreiter Jenson Button. "Leider sind unsere Hauptkonkurrenten vor uns angekommen. Das ist natürlich nicht besonders schön." Bis Barcelona haben alle Teams drei Wochen Zeit, den Saisonauftakt zu verarbeiten. Viel mehr verpasste Chancen kann sich Vettel nicht leisten, wenn er sich den großen Titeltraum erfüllen will. Diese Erfahrung musste er bereits im vergangenen Jahr machen.

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