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Sebastian Vettel

Nicht der zweite von sieben WM-Titeln

Sebastian Vettel Foto: xpb 17 Bilder

Sebastian Vettel gab sich vor dem ersten Test mit dem neuen Red Bull RB7 gut gelaunt. Natürlich steht die Titelverteidigung auf dem Wunschzettel, doch der Weltmeister ist nicht so vermessen, dabei gleich an Michael Schumachers Rekorde zu denken.

01.02.2011 Michael Schmidt

Der neue Red Bull RB7 ist keine Revolution. "Er ist die dritte Generation unserer RB5-Familie", beschreibt Technikdirektor Adrian Newey sein jüngstes Werk in einem Satz. Ob es ausreicht, um den Sturmlauf der Konkurrenz abzuwehren, muss man abwarten. Irgendwie sind dem Technikgenie Newey die Hände gebunden. "Das Reglement gibt uns einen engen Rahmen vor. Geniestreiche sind sehr schwer. Und sollte der Konkurrenz einer einfallen, werden wir reagieren."

Jetzt lasst mich erst mal fahren

Teamchef Christian Horner lobte die Anstrengungen seines Teams, den neuen RB7 pünktlich zum Teststart fertigzustellen: "Wir hatten noch nie eine so kurze Produktionszeit." Und wie findet Weltmeister Sebastian Vettel sein neues Dienstfahrzeug? "Keine Ahnung, jetzt lasst mich doch erstmal fahren", lachte er unter seiner Pudelmütze im empfindlich kalten Valencia hervor. Er selbst hatte das neue Auto auch erst eine Stunde vor seiner offiziellen Präsentation zum ersten Mal gesehen. "Vorher existierten nur Einzelteile. Die Jungs haben in der Nacht daraus ein Auto gemacht."

Auch Teamkollege Mark Webber lobte: "Jetzt bin ich schon so lange dabei, aber es ist immer wieder beeindruckend in welch kurzer Zeit und mit welcher Präzision so ein neues Rennauto entsteht." Vettel hat den Januar dazu genutzt, die Batterien neu aufzuladen: "Die Wochen nach dem WM-Titel waren Stress. Ein Stress, den ich aber auch irgendwie genossen habe. Nach Weihnachten wurde es dann ziemlich ruhig. Da hatte ich endlich Zeit für mich. Im Januar war ich dannn öfter zu Besuch in der Fabrik und bin auch ein paar Mal im Simulator gesessen." Der Heppenheimer begrüßt es, dass Adrian Newey mit der Fertigstellung zum ersten Mal pünktlich war. "Mit einem neuen Reifenlieferanten zählt jeder Kilometer."

Saisonstart wird entscheidend

Für Vettel ist vor allem der Start in die Saison entscheidend: "Es wird nicht reichen, nur einfach so weiterzumachen wie im letzten Jahr. In der Formel 1 musst du dich immer weiterentwickeln. Sonst wirst du überholt. Wir versuchen das Ergebnis vom Vorjahr zu wiederholen. Aber bei einer Saison mit 20 Rennen sind Prognosen fast unmöglich. Was zu Saisonbeginn ein gutes Auto ist, muss nicht zwingend in der zweiten Saisonhälfte auch so sein. Viel wird davon abhängen, wer in der Saison schneller sein Auto entwickelt." Mark Webber gibt sich kämpferisch: "Es macht Spaß, anderer Leute Pläne zu durchkreuzen. Ich habe letztes Jahr viele Dinge richtig gemacht, aber am Ende hat etwas gefehlt. Das will ich dieses Jahr nachhholen." Es wird die letzte Formel 1-Saison des Australiers.

Sebastian Vettel dagegen hat noch einige Jahre vor sich. Auf die Frage, ob er jetzt Michael Schumachers Rekord von sieben WM-Titeln angreifen wolle, grinste er verschmitzt: "Das kann man nicht planen. Ich gehe nicht in diese Saison und sage mir: Das wird jetzt der zweite von sieben Titeln. Um so etwas Einmaliges wie der Michael zu erreichen, braucht man auch über einen langen Zeitraum die glückliche Konstellation in einem konkurrenzfähigen Auto zu sitzen. Das ist sehr schwer zu realisieren."

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