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Sebastian Vettel ratlos

"Rückstand auf Mercedes ist zu groß"

Sebastian Vettel - GP Aserbaidschan 2016 Foto: sutton-images.com 72 Bilder

Sebastian Vettel startet das Premierenrennen von Aserbaidschan von Platz 3. Obwohl Ferrari im Qualifying Fortschritte machte, ist die Lücke zu Mercedes immer noch zu groß. Für das Rennen rechnet sich der Heppenheimer dennoch etwas aus.

18.06.2016 Tobias Grüner 2 Kommentare

Bei Ferrari stand nach dem verkorksten Trainingsfreitag ein Großumbau an. Über Nacht wurde das gesamte Setup des Autos geändert. Äußerlich war das vor allem am Frontflügel sichtbar. Hier wurde auf das Modell mit mehr Abtrieb zurückgerüstet. Die abgespeckte Variante, die dank besserer Windschlüpfrigkeit höhere Topspeeds generiert, funktionierte nicht. Der Flügel hatte so wenig Abtrieb produziert, dass die Fahrer einfach keine Temperatur in die Reifen bekamen.

Sowohl Sebastian Vettel als auch Kimi Räikkönen lobten den Umbau als Schritt in die richtige Richtung. Dennoch war gegen Mercedes im Qualifying kein Kraut gewachsen. Nico Rosberg fuhr seine schnellste Zeit schon im Q2. Nur weil die Silberpfeile im letzten Abschnitt Fehler einbauten, sah der Rückstand in der Zeitenliste am Ende noch einigermaßen freundlich aus. Vettel fehlten 1,2 Sekunden. Normalerweise wäre es wohl mindestens eine halbe Sekunde mehr.

Motor nicht der einzige Grund für Ferrari-Rückstand

Der Heppenheimer ließ sich nicht blenden: „Der Abstand zur Spitze ist einfach zu groß. Das müssen wir noch einmal genauer untersuchen.“ Den schwächeren Motor will Vettel nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir verlieren die meiste Zeit ja nicht auf den Geraden. Wir haben auch in den langsamen Kurven Probleme.“

Am Ende hätte es dennoch für einen Platz in der ersten Startreihe reichen können. Doch Daniel Ricciardo fuhr einen Tick vor Vettel exakt die gleiche Rundenzeit. Deshalb geht der Australier von Rang 2 ins Rennen, Vettel von Rang 3. „Als wir am Ende alle an der Boxenausfahrt gewartet haben, ging natürlich etwas Temperatur aus den Reifen. In den ersten beiden Kurven habe ich deshalb schon ein Zehntel auf meine Bestzeit verloren. Erst danach fand ich den Rhythmus. Die eine Tausendstel war bestimmt noch irgendwo drin in der Runde. Aber das wird Daniel sicher auch sagen.“

Vettel will Kanada-Start wiederholen

Sowohl Vettel als auch Ricciardo profitieren von der Rückversetzung von Sergio Perez, der die zweitbeste Zeit gefahren war. Der Mexikaner muss wegen eines unplanmäßigen Getriebewechsels von Position 7 starten. „Dadurch stehe ich wenigstens auf der sauberen Seite“, sieht es Vettel positiv. „Vielleicht gelingt mir ja wieder so ein guter Start wie in Montreal. Möglich ist alles. Es hängt natürlich auch ein bisschen davon ab, was die anderen machen.“

Vettel rechnet mit einem ereignisreichen Rennen. „Hier kann alles passieren. Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Safety-Car geben. Wir müssen hellwach sein und im entscheidenden Moment schnell und richtig reagieren. Wenn es angesagt ist, müssen wir Gas geben oder Gas rausnehmen. Wir sind mit beiden Autos in einer guten Position. Da sollte einiges drin sein.“

Neuester Kommentar

@Hochi

"tja auf kalte reifen kann man sich nicht rausreden"

Wieso nicht? Wenn man in die Reifen keine Temperatur rein bekommt, dann hat man ein Problem, das kann bei 20°C Streckentemperatur passieren und es kann bei 35°C Streckentemperatur passieren. Hat man ja schön in Monaco gesehen bei dem einem Mercedes sind die Temperaturen im Fenster, beim anderen nicht und der war dann über 2 Sekunden langsamer unterwegs. Baku ist eine Strecke wo man schwer die Reifen auf Temperatur bringt. Teilweise mußte man 2 Runden drehen bevor man ne ordentliche Zeit bekommen hat.
Der Luftdruck ist auch ein interessantes Thema. Freitag waren RB und Ferrari komplett von der Rolle, dann wurde hinten der Druck gesenkt und schon lief es für beide Teams deutlich besser. Wenn wir jetzt dazu nehmen, dass Mercedes und Force India es geschaft haben, dass sich der Reifendruck während der Fahrt nicht erhöht, dann erklärt es auch den großen Abstand von Mercedes und warum Force India hinter Mercedes das schnellste Team war.

Hauptproblem von Ferrari ist das Reifenmanagement.

Würde Pirelli die Drücke weiter senken, wäre RB und Ferrari näher dran am Mercedes.

MaikT 18. Juni 2016, 19:44 Uhr
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