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Sebastian Vettel

Reifen sind Unsicherheitsfaktor

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 27 Bilder

Hochrechnungen für die neue Formel 1-Saison sind Kaffeesatzleserei. Auch nach den ersten Testwochen fehlen noch aussagefähige Vergleichswerte. Einer der größten Unsicherheitsfaktoren sind dabei die Reifen, wie Sebastian Vettel erklärt.

19.02.2009 Michael Schmidt

Ferrari, BMW und Toyota testen in Bahrain, der Rest im kühlen Europa. Ferrari und BMW fahren mit KERS, Toyota ohne. In Jerez hatten McLaren und Renault den Hybridantrieb zugeschaltet, Williams dagegen fuhr konventionell. Red Bull hatte das System an Bord, fuhr aber noch nicht im Lade- und Entladebetrieb. Man wollte lernen, wie man das Auto mit wenig Ballast als Spielmasse abstimmen muss, wenn der komplette Elektroantrieb samt Batterien eingebaut ist.

Mal abgesehen von den Wetterbedingungen machen auch die unterschiedlichen Strecken eine objektive Bewertung unmöglich. Jerez ist für die Reifen die härteste Strecke, die man sich vorstellen kann. Bahrain ist vergleichsweise einfach. "An den Rundenzeiten in Bahrain sieht man, dass die schnellsten Zeiten in der zweiten oder dritten Runde oder am Ende eines Longruns gefahren wurde, wenn der Spritfaktor den Reifenverschleiß kompensiert hat", urteilt Sebastian Vettel nach der Datenanalyse. "In Jerez ist das nicht möglich. Da ist der Verschleiß einfach zu groß. Wenn du mit gebrauchten Reifen ein zweites Mal auf die Strecke gehst, hast du nie wieder den Grip, den du beim ersten Versuch gespürt hast."

Guter Grip bei kühlen Temperaturen

Die Rundenzeiten in Jerez waren auch stark von der Tageszeit abhängig. Wer nicht mit frischen Reifen am Morgen oder späten Nachmittag ausrückte, hatte keine Chance auf die Bestzeit. Die Bridgestone-Gummis lieferten im Neuzustand den besten Grip, wenn es kühl war.

Deshalb blieben Nico Rosberg im Williams und Mark Webber im Red Bull am letzten Testtag um 1,5 Sekunden hinter den Zeiten von Lewis Hamilton und Fernando Alonso zurück. Sie waren zur falschen Zeit auf der Strecke. Webber hatte um 16 Uhr wegen eines technischen Problems Dienstschluss. Eine Stunde zu früh, um bei der Jagd nach Bestzeiten mitzumischen.

Die Mischung machts

Auch die Reifensorte spielte eine Rolle. Bridgestone hat wie üblich die Mischungen supersoft, soft, medium und hart im Angebot. Die weicheren Gummis liefern sofort Grip, bauen aber auch schneller ab und sind nur in einem kleinen Temperaturfenster nutzbar. Die härteren Typen sind konstanter und bieten in einem größeren Arbeitsbereich ausreichend Haftung.

"Dieser Reifentyp", erklärt Vettel, "macht es einfacher, das Auto zu kontrollieren, weil du mehr Feedback spürst." Für Jerez war die Marke "medium" der beste Reifen. Das muss nicht überall so sein. In Barcelona haben die harten Mischungen gar nicht funktioniert.

Für die Teams geht es darum, das Reifen-Einmaleins für die neuen Slicks bis zum Saisonbeginn zu lernen. "Wir müssen bis zum ersten Rennen mit dem Setup auf der sicheren Seite sein. Ab dann sollte nur noch Feintuning anstehen. Wegen des dicht gedrängten Programms am Freitag ist für Experimente mit der Abstimmung keine Zeit mehr", erklärt Ferrari-Teammanager Luca Baldisseri.

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