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Sebastian Vettel

"Ich sehe keine Schwäche bei McLaren"

Sebastian Vettel - Red Bull - GP Malaysia - 22. März 2012 Foto: xpb 62 Bilder

Sebastian Vettel stellt zwei Dinge klar: Der Red Bull RB8 ist ein gutes Rennauto, aber der McLaren ist besser. Der Weltmeister glaubt nicht, dass McLaren plötzlich schwächelt, nur weil Sepang eine andere Strecke ist als Melbourne: "Die sind überall schnell."

22.03.2012 Michael Schmidt

Sebastian Vettel bleibt gelassen. Der zweite Platz von Melbourne war mehr als nur Schadensbegrenzung für Red Bull. Das durfte der Weltmeister nach dem sechsten Startplatz nicht unbedingt erwarten. "Wir hatten nicht den Speed zum Gewinnen, aber wir haben 100 Prozent aus dem Auto herausgeholt", bilanzierte Vettel nach dem Datenstudium und drei Tagen Zeit, über den Saisonauftakt zu reflektieren.

Ein zweiter Platz ist nicht der Weltuntergang. "Kein Grund zu Panik. Die Saison ist noch lang. McLaren hat im Moment das Auto, das man schlagen muss. Sie sind überall schnell, hatten eine sehr gute Saisonvorbereitung. Ich sehen im Moment in deren Paket keine Schwächen."

Red Bull-Niederlage nur ein Setup-Problem?

Noch sind in Bezug auf das eigene Auto nicht alle Antworten auf die vielen Fragen gefunden. "Viele Leute haben darüber nachgedacht, was in Melbourne schief gelaufen ist. Das Auto war am Samstag und am Sonntag schwer zu fahren. Wir hatten sicher nicht das richtige Setup gefunden. Im Rennen lief es besser, weil wir mehr Zeit hatten, einen Rhythmus zu finden und uns an das Auto zu gewöhnen."

Das Ausfiltern der richtigen Abstimmung ist beim aktuellen Red Bull offenbar schwieriger als beim Vorgänger. Das kann aber auch daran liegen, dass Red Bull mit der letzten Aerodynamikspezifikation die Kilometer fehlen.

Der Verdacht, Red Bull könnte das Auto mehr für das Rennen abgestimmt haben, wird von Vettel widerlegt: "So etwas machst du heute nicht mehr. Du stimmst das Auto so ab, dass es maximal schnell ist. Dann gibt es vielleicht noch ein paar Feinheiten in Bezug auf den Reifenverschleiß, aber das war es dann schon."

Red Bull will mit Feintuning an McLaren herankommen

Der Titelverteidiger besteht weiter darauf, dass der Red Bull RB8 von seiner Basis her ein gutes Auto ist. "Wir können nicht sagen, dass wir weder vorne noch hinten am Auto ein Problem hätten, das uns bremst. Es liegt am Feintuning. Ich bin zuversichtlich, dass wir Potenzial haben." Deshalb hat Red Bull auch keine großen Modifikationen als Antwort auf die Niederlage in Melbourne im Gepäck. "Da war auch nichts geplant", wirft Vettel ein.

Der 24-jährige Heppenheimer erwartet vom GP Malaysia mehr Aufschluss über das Kräfteverhältnis als von Melbourne. "Sepang ist eine echte Rennstrecke, Melbourne ein typischer Stadtkurs, mit kurzen Kurven und welligem Belag. Da musst du als Fahrer Vertrauen ins Auto haben, um ans Limit zu gehen. Schon in der Vergangenheit war Australien nie ein guter Gradmesser, Malaysia dagegen schon."

Der Red Bull-Pilot hofft insgeheim, dass sich die Geschichte vom letzten Jahr wiederholt, nur andersherum. "Da haben wir in Melbourne dominiert und eine Woche später war McLaren an uns praktisch dran. Ohne, dass es groß Weiterentwicklung gegeben hätte."

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