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Sebastian Vettel exklusiv

"Trübsal blasen bringt nichts"

Sebastian Vettel Red Bull GP Europa F1 2012 Foto: xpb 20 Bilder

Sebastian Vettel hatte den GP Europa voll im Griff. Bis ihm das Safety-Car 19 Sekunden Vorsprung klaute. Gleich nach dem Restart streikte die Lichtmaschine. auto motor und sport sprach mit dem Red Bull-Piloten über das Rennen und die Situation in der Weltmeisterschaft.

26.06.2012 Michael Schmidt
Sie sind in einer anderen Kategorie gefahren. Wie war das möglich?

Vettel: Das kam in dem Maße auch für uns überraschend, aber wir haben es gerne so genommen wie es kam. Ich hatte keinen schlechten Start, und danach lief alles hervorragend. Ich hatte bis zum Safety-Car schon einen extra Boxenstopp in der Tasche, was in diesem Jahr absolut ungewöhnlich ist, so dicht wie das Feld zusammen liegt. Es wäre mit Sicherheit ein gutes Ergebnis geworden.

Wie haben Sie das mit der Lichtmaschine gespürt?

Vettel: Wir hatten schon in den letzten zwei Runden hinter dem Safety-Car Probleme. Deshalb hat dann auch der Re-Start nicht so geklappt. Die Dreiviertelrunde danach konnte ich auch nicht mehr das Tempo gehen, das ich normalerweise drauf hatte. Wir haben gehofft, dass sich das Problem von alleine wieder löst.

Was spielt sich da im Cockpit ab?

Vettel: Da war auf dem Display die Hölle los. Irgendwann ist ohne Strom alles lahmgelegt, und dann geht der Motor aus.

Wie groß war der Sprung durch die Modifikationen am Auto?

Vettel: Wenn man den großen Vorsprung sieht, dann kann man das mit Sicherheit nicht nur auf das Technikpaket zurückführen. Mit Sicherheit hat es aber zum Teil auch damit zu tun. Wir haben nicht damit gerechnet, in 20 Runden 20 Sekunden Vorsprung herauszufahren. Wir kamen mit allem zurecht, konnten gut mit den Reifen haushalten und waren da im Vergleich zu den anderen eher auf der späteren Seite.

Fühlt sich das Auto anders an?

Vettel: Wir haben ganz klar einen Schritt nach vorne gemacht, und zwar nicht nur in einem gewissen Bereich, sondern einfach rundherum mehr Grip gefunden. Das hat natürlich auch positive Auswirkungen auf die Abnutzung der Reifen. Ich muss allerdings auch sagen, dass wir mit dem Setup gut unterwegs waren. Das Auto war das ganze Wochenende gut abgestimmt. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt.

Kurz vor der Safety-Car-Phase hat Romain Grosjean auf sie aufgeholt. Gab es da schon ein Problem?

Vettel: Da stand mir Kovalainen mit seinem Reifenschaden im Weg. Das hat mich 1,5 Sekunden gekostet. Aber wenn du 20 Sekunden Vorsprung hast, lässt du dir beim Überrunden dementsprechend Zeit beim Vorbeifahren.

Hätten Sie im zweiten Abschnitt auf den Medium-Reifen die gleiche Überlegenheit gezeigt?

Vettel: Ich gehe davon aus. Es gibt nichts, was dagegen sprechen würde.

Wie weh tut der Ausfall?

Vettel: Trübsal blasen bringt nichts. In diesem Jahr kann viel passieren. Wir müssen schauen, dass wir das Gute mit ins nächste Rennen nehmen und in Silverstone bestätigen. Und da gab es einiges.

Macht der doppelte Lichtmaschinenschaden Sorgen?

Vettel: Wir wissen spätestens jetzt, dass es da eine Problemstelle gibt. Es hat zwei unterschiedliche Autos erwischt. Jetzt müssen wir daran arbeiten, das so schnell wie möglich zu lösen.

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