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Sebastian Vettel über Webber

"Marks Abschied ist ein Verlust für mich"

Sebastian Vettel - GP Brasilien 2013 Foto: xpb 75 Bilder

Sebastian Vettel tritt in Brasilien zum letzten Mal in seiner Karriere mit Mark Webber als Teamkollegen an. Einen geschenkten Sieg gibt es nicht zum Abschied. Aber ein paar ungewöhnlich nette Worte an den Australier.

21.11.2013 Tobias Grüner

Bei Red Bull geht in Sao Paulo eine Ära zuende. Mark Webber und Sebastian Vettel haben zusammen 93 Rennen zusammen bestritten. 46 Siege feierte das dominierende Fahrerduo in dieser Zeit. Statistisch stand somit fast bei jedem zweiten Grand Prix einer der beiden auf dem Podium ganz oben. In diesem Jahr gab es allerdings noch keinen Siegerpokal für Webber. Wenn es nach Vettel geht soll sich das in Brasilien auch nicht ändern.

Vettel ist auf der Jagd nach neuen Rekorden. Wenn er auch noch in Sao Paulo triumphiert, ist er 9 Rennen in Folge unbesiegt. Damit hätte er eine alte Bestmarke von Alberto Ascari eingestellt. "Rekorde sind da, um gebrochen zu werden. Ich weiß nicht, wie lange die Formel 1 existiert. Wahrscheinlich für immer. Deshalb sind die Chancen auch hoch, dass auch meine Rekorde irgendwann gebrochen werden", sieht es Vettel nüchtern.

Vettel und Webber wollen keine geschenkten Siege

Wegen der eigenen Rekordjagd bleibt keine Zeit, Abschiedsgeschenke an den Teamkollegen zu verteilen. Zur Seite fahren wird Vettel sicher nicht. "Es lohnt sich nicht, über bestimmte Umstände nachzudenken. Da muss viel passieren, damit sie eintreten", versucht Vettel der Frage elegant auszuweichen. "Mark ist aber auch ein Sportsmann, der sicher nicht will, dass man ihm den Sieg schenkt. Andersrum wäre es ja genauso."

Wenn es schon keinen Sieg geschenkt gibt, dann wenigstens ein paar nette Worte zum Abschied. Das Verhältnis der beiden Rivalen sei nicht so schlecht gewesen, wie allgemein angenommen. "Die Leute haben negativere Vorstellungen von unserer Beziehung als es wirklich war. Man vergisst leicht, wie stark wir als Team waren. Es war sicher eine der stärksten Fahrerpaarungen in der Formel 1", so Vettel.

Vettel profitiert von Webber - und andersrum

"Wir hatten auf persönlicher Ebene natürlich nicht die beste Beziehung. Aber wenn es darum ging, professionell für das Team zu arbeiten, waren wir sehr stark. Wir haben beide immer hart daran gearbeitet, das Auto zu verbessern. Dass Mark das Team nächstes Jahr verlässt, wird ein Verlust für das Team und ein Verlust für mich persönlich sein. Es war immer eine große Herausforderung gegen ihn. Ich habe viel von ihm gelernt. Ich kann auch ganz klipp und klar sagen, dass ich sehr oft von ihm profitiert habe. Man kann es sicher umgekehrt genauso sagen."

Mit dem Ende der Ära Webber bei Red Bull beginnt die Ära Ricciardo. Vettel freut sich bereits auf den Neuen. "Das ist eine große Chance für Daniel. Es ist eine ähnliche Situation wie bei mir 2009, als ich von Toro Rosso kam. Wegen unserer Erfolge sind die Erwartungen an ihn natürlich etwas höher. Er ist aber immer noch sehr jung. Ich freue mich schon darauf", blickt Vettel auf 2014. Geschenke sollte auch der nächste Australier im Team nicht erwarten.

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