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Vettel auf Heimatbesuch

"Vettelheim" feiert den Weltmeister

Sebastian Vettel in Heppenheim Foto: Red Bull 17 Bilder

Auch wenig Schlaf in der ersten Woche als Weltmeister haben Sebastian Vettel nicht bremsen können. Bei seinem Empfang in Heppenheim präsentierte sich der designierte Ehrenbürger in Bestform. Der Formel-1-Weltmeister brachte 10.000 Fans zum Rasen.

22.11.2010

Er scherzte im besten Hessisch und war hin und weg von seinem "Vettelheim": Der begeisterte Empfang in seiner Heimatstadt hat Sebastian Vettel überwältigt. "Ich bin im Momend e bissje baff. Mit so viele Leud häd' isch net gereschnet", sagte der neue Formel-1-Weltmeister am Sonntag in Heppenheim auf hessisch und sprach von "Gänsehaut pur".

Wiedersehen mit Vettel 2011?

Er sei "extrem stolz als Heppenheimer Bub", betonte Vettel, der sich exakt eine Woche nach seinem WM-Triumph auch vor seinen Fans in absoluter Bestform zeigte und sogar zu einigen Einlagen mit einem befreundeten Comedian hinreißen ließ. "Ich hoffe, dass wir uns in einem Jahr hier wiedersehen", kündigte Vettel an.

Seine Fans warteten teilweise schon seit den Morgenstunden auf dem Europaplatz, immer wieder skandierten sie während des fast einstündigen Auftritts "Se-Bast-ian". Laut Polizeiangaben hatten sich rund 10.000 eingefunden. "Das haut einen fast um", kommentierte Vettel, der sich auf dem Dach eine kleines Busses im Retro-Look seinen begeisterten Fans präsentierte.

Heppenheim feiert den neuen Ehrenbürger

"Wir sind so stolz auf dich. Wir Heppenheimer haben alle an dich geglaubt", freute sich Bürgermeister Gerhard Herbert mit dem "berühmtesten Sohn Heppenheims". So gut wie sicher sei, dass Vettel zum Ehrenbürger ernannt werde.

Kaum auf der Bühne, hielt Vettel das imposante Bild erst mal mit seinem Handy für sein persönliches Fotoalbum fest. "Es ist natürlich viel besser hier", meinte der mit 23 Jahren und 134 Tagen jüngste Formel-1-Weltmeister: "So viele Leute waren nicht in Abu Dhabi."

Vettel präsentiert sich bodenständig

Witzig, spontan, schlagfertig - und bescheiden. "Ich bin immer noch einer von euch", rief er in die Menge. "Wir sind sooo stolz auf dich", hieß es auf Plakaten. Von der Stadt bekam er eine Fotocollage von seiner Demo-Show im Red Bull im Sommer geschenkt. Wein, Grüße, ein Roter Löwe aus Hessen und ein Nummernschild HP-Weltmeister (Vettel: "Da fehlen die Plaketten") sowie Glückwünsche ohne Ende nahm der Hesse entgegen.

Auf dem neuen Ortsschild Vettelheim musste er dann auch gleich unterschreiben. "Die ganzen Geschwindigkeitsbeschränkungen in Heppenheim sind hiermit offiziell aufgehoben", scherzte Vettel, der auf der Bühne fast noch mehr Gas gab als im Auto und auch im Kreise der Kommunal- und Landespolitiker klar das Tempo vorgab. Anschließend stürzte sich Vettel in die Fans und verteilte fleißig Autogramme.

WM-Trophäe gibt es am 10. Dezember

Selbst mit einer Woche Abstand hat Vettel die Tragweite seines Triumphs noch immer nicht hundertprozentig realisiert. "Man greift sich an den Kopf. Mensch, das gibt es doch gar nicht. Hoffentlich weckt mich keiner auf", beschrieb Vettel die Momente der Ruhe, die in der abgelaufenen Woche selten waren. Die Trophäe für seinen Triumph wird er am 10. Dezember bei der offiziellen FIA-Gala in Monaco bekommen.

Aus Abu Dhabi via Zürich war Vettel nach Heppenheim gereist. An diesem Montag ist er als Fahrlehrer für Sponsor BMW im spanischen Cartagena im Einsatz. Am kommenden Wochenende tritt Vettel dann im Race of Champions mit Michael Schumacher an - und die Vettel-Mania mit einem bestens aufgelegen Weltmeister wird weitergehen: "Die eine oder andere Nacht wird noch gefeiert."

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