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Sebastian Vettel

"Wir hätten Fernando nicht schlagen können"

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Bahrain - 18. April 2013 Foto: xpb 71 Bilder

In China verfehlte Sebastian Vettel das Podium ganz knapp. Im Rückblick verteidigt er die Alternativ-Strategie von Red Bull. Allerdings räumt er auch ein, dass man einfach nicht schnell genug war.

18.04.2013 Bianca Leppert

In China hat sich Sebastian Vettels Reifen-Poker nicht ganz ausgezahlt. Er hatte auf den Kampf um die Pole-Position verzichtet, um auf harten Pneus ins Rennen zu gehen. Die Strategie ging nicht ganz auf. Am Anfang des Rennens hing er hinter Nico Hülkenberg fest. Das Podium verpasste er am Ende nur knapp. "Es war kein Desaster", fasst Vettel das vergangene Wochenende zusammen. "Wir hatten Grund, an unsere Strategie zu glauben."

Vettel lobt Ferrari

Sie war sozusagen der Notausgang. Denn weder auf eine Runde im Qualifying noch im Rennen konnte Vettel das Tempo der Konkurrenz mitgehen. "Wir waren einfach nicht schnell genug. Auch nicht auf eine Runde", gibt der dreimalige Weltmeister zu. "Wir hätten Fernando nicht schlagen können."

Die Leistung von Ferrari im Rennen beeindruckt den Red Bull-Pilot. "Sie machen definitiv einen guten Job am Sonntag. In Malaysia war nur ein Auto im Rennen. Aber schon in Australien hat sich angekündigt, dass sie mit den Reifen ziemlich gut klarkommen."

Zwischen Qualifying und Rennen tun sich in dieser Saison Gräben auf. Die Piloten treten in zwei verschiedenen Disziplinen an. "Im Qualifying geht es eng zu, im Rennen zeigen sich größere Abstände aufgrund der Reifensituation", hat auch Vettel erkannt.

Reifen beeinflussen die Entwicklung

Die Stärken seines RB9 sieht der Weltmeister vor allem in der Grundschnelligkeit und der Balance. Die Schwäche darin, in zwei von drei Rennen größere Probleme beim Reifenmanagement gehabt zu haben als die anderen. Die Piloten fahren nicht mehr jede Runde Vollgas, sondern Rundenzeiten nach Zielvorgabe.

Wie beeinflusst das die Weiterentwicklung? "Wir schauen, dass das Auto so schnell wie möglich ist. Wenn das Auto zwei Sekunden schneller sein könnte als die anderen, kann man sich nicht erlauben zwei Sekunden langsamer zu fahren, um die Reifen zu schonen. Man versucht immer einen Schritt nach vorne zu machen, dabei liegt aber immer auch ein großes Augenmerk auf den Reifen."

Überraschende Reifenwahl

Die Pirelli-Pneus sind immer noch das alles bestimmende Thema im Fahrerlager. Dass die Reifengurus von den Mischungen Soft und Medium zu Medium und Hart umgeschwenkt haben, überrascht den 25-Jährigen. "In der Vergangenheit haben wir in Bahrain die Erkenntnis gewonnen, dass die Reifenwahl aggressiver hätte sein können", sagt Vettel. "Aber in China hat sich auch gezeigt, wie schnell der weiche Reifen einbricht." Generell will er sich aber nicht beschweren, sondern betonte, dass alle mit den gleichen Bedingungen zurecht kommen müssen. "Dieses Jahr ist es eben nur etwas extremer."

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