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Aufholjagd nach Quali-Pleite

Vettel wünscht sich Regen in Monaco

Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Monaco 2012 Foto: xpb 72 Bilder

Sebastian Vettel startet beim GP Monaco vom neunten Startplatz. Der Vorjahressieger vergriff sich mit der Abstimmung seines Autos. Das erklärt den großen Unterschied zu Mark Webber, der die zweitschnellste Runde fuhr, am Sonntag aber von der Pole Position in die 78-Runden-Schlacht geht.

26.05.2012 Michael Schmidt

Der Red Bull RB8 bleibt eine Wundertüte. Mark Webber fuhr in der Qualifikation zum GP Monaco die zweitschnellste Runde, Sebastian Vettel kam nur auf die zehnte Zeit. Der Weltmeister hatte vorher schon alle Reifensätze der Marke "supersoft" verheizt. "Es war nicht realistisch mit den härteren Reifen Maldonados Zeit von 1.15,2 Minuten zu unterbieten. Deshalb habe ich die Runde abgebrochen und den Reifensatz geschont."

Vettel auf neun, Webber auf Pole

Durch Maldonados Strafversetzung rückt Vettel auf Rang neun nach vorne. Mark Webber profitiert von Michael Schumachers Relegation um fünf Positionen. Der Australier startet damit von der Pole Position. Monte Carlos Platz an der Sonne.

Die Red Bull-Piloten zweifelten im Donnerstagstraining noch daran, dass ein Platz in der ersten Startreihe möglich sein könnte. Das Auto war weder in den schnellen, noch in den langsamen Kurven bei der Musik. Dabei gilt der Red Bull als Traktionswunder.

Um in den beiden schnellen Passagen Massenet und Schwimmbadschikane nicht zu viel Zeit zu verlieren, musste man die Bodenfreiheit absenken. "Tiefer ging nicht", bedauerte Teamberater Helmut Marko. Das geht auf die Traktion. "Und wir wären nicht über die Randsteine gekommen." Trotzdem verloren Vettel und Webber in den zwei schnellen Kurven jeweils zehn km/h auf die Besten.

Vettel mit falschem Setup im Qualifying

Für Samstag wurde das Auto umgebaut. "Es ging darum, einen guten Kompromiss zwischen den beiden Kurventypen zu finden", erklärte Mark Webber. "Das ist mir ganz ordentlich gelungen." Sebastian Vettel entschied sich von Anfang an in eine andere Richtung. Das Vormittagstraining am Samstag schien mit Platz drei seine Setupwahl zu bestätigen: "Ich bin in P3 mit weniger Aufwand schneller gefahren als in der Qualifikation."

Dazwischen lag allerdings ein weiteres Feintuning in der Fahrzeugabstimmung. Offenbar in die falsche Richtung. "Ich wusste schon in Q1 und Q2, dass es zur Pole nicht reichen würde. Mir fehlte der Speed in den langsamen Kurven."

Das muss für das Rennen kein Handikap sein, auch wenn der Parc fermé keine Änderungen am Setup erlaubt. Beim Start sind 130 Kilogramm Benzin an Bord. Das ändert vieles. Auch die Option von Vettel, mit den härteren Reifen ins Rennen zu starten, könnte sich als Joker erweisen. "Es könnte zwei unterschiedliche Rennen geben. Eines für die Fahrer, die mit den supersoft starten und früh zum Reifenwechsel an die Boxen kommen. Und eines für die Starter mit den härteren Reifen, die lange draußen bleiben."

Vettel muss mit der Strategie punkten

Wie lange die superweichen Reifen halten werden, traut sich Vettel nicht vorherzusagen. "Die Erfahrung hat keiner, weil wir das wegen des Regentrainings am Donnerstag nicht austesten konnten. Vielleicht 15, vielleicht auch 20 Runden."

Vettels einzige Chance liegt in einem Einstopp-Rennen und in der Hoffnung, dass der Zug vorne nicht rasant abfährt. "Du kannst in Monaco schlecht überholen. Das ist schön, wenn du vorne liegst, kann aber zum Nachteil werden, wenn du im Pulk steckst."

Der Vorjahressieger weiß auch noch nicht, ob ein Einstopp-Rennen überhaupt möglich ist. "Letztes Jahr habe ich es probiert. Aber das war schon hart an der Grenze." Könnte Vettel wählen, dann hätte er einen Wunsch: "Ein Regenrennen. Das würde vieles für mich einfacher machen."

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