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Sebastian Vettel zum Mercedes-Test

"Der Regelbruch ist eindeutig"

Vettel Rosberg GP Monaco 2013 Foto: xpb 41 Bilder

Sebastian Vettel erwartet von der FIA eine Strafe für Mercedes. Wie die aussehen könnte, weiß der Weltmeister aber auch nicht. Allerdings wäre es unfair, Nico Rosberg den Monaco-Sieg abzuerkennen, so Vettel.

06.06.2013 Tobias Grüner

Alle diskutieren über Mercedes und den Pirelli-Reifentest in Barcelona. Natürlich ist auch die Meinung von Weltmeister Sebastian Vettel gefragt. "Das waren wirklich überraschende Neuigkeiten, als wir in Monaco am Samstag darüber informiert wurden", berichtete der Heppenheimer bei der obligatorischen Fragerunde am Donnerstag (6.6.2013) in Montreal.

Reifentest große Hilfe für Mercedes

Wie groß der Vorteil für Mercedes durch den 1.000 Kilometer-Test wirklich ist, konnte der Weltmeister nicht sagen. "Ich weiß leider nicht genau, was sie gemacht haben und welche Reifen benutzt wurden. Aber man lernt natürlich immer etwas dazu, wenn man auf der Strecke ist. Wenn man Reifen verwendet, die in der Zukunft zum Einsatz kommen, dann zählt jede Runde."

Laut Vettel seien solche Probefahrten sogar wertvoller als die Wintertests vor der Saison. "Wir wissen alle, wie wichtig die Wintertests sind. Allerdings ist das nicht das Gleiche", so der Heppenheimer. "Die Autos befinden sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Wenn man mitten in der Saison die Möglichkeit bekommt, irgendwo drei Tage zu testen, dann ist das eine große Hilfe."

Vettel erwartet Sanktionen gegen Mercedes

Die Frage lautet nun, wie das Internationale Tribunal entscheidet. Vettel hat keine genauen Vorstellungen, welche Strafe Mercedes erwartet. Ungeschoren sollten die Silberpfeile aber nicht davon kommen. "Ich bin nicht derjenige, der darüber entscheiden muss. Aber ich glaube der Regelbruch, der begangen wurde, ist eindeutig. Eine eindeutige Strafe für so etwas sehen die Regeln nicht vor. Deswegen setzt man sich jetzt zusammen und entscheidet darüber."

Red Bull, Ferrari und McLaren haben bereits angekündigt, dass man als Ausgleich gerne einen ähnlichen Test wie Mercedes durchführen würde. Vettel glaubt aber nicht, dass die FIA das erlauben wird. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir auf einmal alle testen dürfen. Also muss eine andere Strafe her."

Rosberg-Sieg nicht aberkennen

Etwas Mitleid hat der Weltmeister mit Landsmann Rosberg, der ihn in Monaco knapp geschlagen hatte: "Ich denke, es wäre absolut falsch, Nico (Rosberg) den Sieg abzuerkennen. Als Fahrer steht man bei so etwas immer ein bisschen außen vor. Wenn das Team sagt, wir gehen testen und es ist alles in Ordnung, dann denkt man als Fahrer auch, es ist alles in Ordnung. Es ist schade, wenn man ein super Rennen fährt und sich dann mit so etwas abgeben muss."

Bei der Art der Strafe hat Vettel schon gewisse Vorstellungen: "Es ist mehr das Team, das im Vordergrund stehen sollte. Was man genau macht? Keine Ahnung, ob man vielleicht Punkte aberkennt... weiß ich nicht."

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