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Sebastian Vettel

Vettels Geheimnis der letzten Runde

Motor Racing - Formula One World Championship - European Grand Prix - Qualifying Day - Valencia, Spain Foto: xpb.cc 38 Bilder

Sebastian Vettel führt die Konkurrenz immer wieder an der Nase herum. In der entscheidenden letzten Runde packt er regelmäßig noch etwas drauf. Aber woher nimmt er dieses Extra-Quäntchen bloß?

23.06.2012 Bianca Leppert

Man könnte meinen er hätte Superhelden-Kräfte. Da fahren sich 23 Piloten im Qualifying die Seele aus dem Leib und Sebastian Vettel zaubert mal eben knapp vier Zehntelsekunden auf Lewis Hamilton aus der Hosentasche. In Valencia war diese typische Vettel-Eigenschaft besonders beeindruckend. Denn in kaum einem Qualifying ging es so um die Wurst wie beim Grand Prix von Europa. Im zweiten Qualifying-Abschnitt lagen die ersten 13 Piloten gerade mal innerhalb von 0,291 Sekunden. Nico Hülkenberg war überrascht: "Eigentlich müsste zeitlich auf so einem langen Kurs wie diesem alles etwas mehr auseinander gezogen werden."

Andere Frontflügel-Einstellung

Trotzdem schafft es Vettel immer wieder, im entscheidenden Moment die Ruhe zu bewahren und seine Leistung punktgenau abzuliefern. In Valencia fühlte sich der zweifache Weltmeister in den beiden ersten Qualifying-Abschnitten noch nicht ganz wohl. In Q2 lag er nur auf Rang vier. Doch für Q3 ließ er an seinem Red Bull RB8 den Anstellwinkel des Frontflügels noch einmal verändern. "Du kannst im Qualifying etwas mit der Einstellung spielen. Zum Beispiel mit dem Differential oder dem Frontflügel", sagt Vettel.

Zu einem perfekt vorbereiteten Auto gehört aber auch ein Fahrer, dem im entscheidenden Moment nicht die Nerven flattern. Was ist also Vettels Geheimnis? Das will auch Lewis Hamilton in der Pressekonferenz unbedingt wissen und fragt seinen Nebenmann ganz offen. "Ich weiß nicht, ob es ein Geheimnis gibt", meint Vettel. "Im Qualifying geht es eben um eine Runde. Heute war es sehr schwierig." Zum einen spielte der Wind eine Rolle, zum anderen war die Strecke laut Vettel noch sehr rutschig, auch weil die Autos weniger Abtrieb als im vergangenen Jahr haben.

Vettel geht Runde im Kopf durch

"Ich habe versucht die Runde zu gehen, bevor ich losgefahren bin. Ich habe versucht mich auf die Schlüsselstellen zu konzentrieren und durchzugehen, an was ich denken muss." Ist das also Vettels Geheimnis? In der Wissenschaft gilt es jedenfalls längst als erwiesen, dass Sportler, die eine Aufgabe vorher visualisieren, sie eher mit Erfolg meistern, weil sich das Hirn bereits darauf einstellt.

Die Konkurrenz ist jedenfalls sehr beeindruckt. Romain Grosjean, der in Q2 noch die Bestzeit hielt, meinte anerkennend: "Sebastians Runde war einfach unglaublich." Die Nerven des Red Bull-Piloten flattern eben nicht, sondern sie vetteln.

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