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Sebastian Vettels Triumphfahrt

Red Bull lässt alle alt aussehen

Formel 1 GP Bahrain 2013 Sebastian Vettel Foto: xpb 22 Bilder

In alter Manier verpasste Sebastian Vettel der Konkurrenz in Bahrain eine kalte Dusche. Der Red Bull-Pilot dominierte das ganze Rennen ohne Probleme. Aber woher kam die plötzliche Überlegenheit?

21.04.2013 Bianca Leppert

Die Vorstellung von Sebastian Vettel in Bahrain erinnerte an so manches Rennen im vergangenen Jahr. Nachdem sich der 25-Jährige in einem packenden Dreikampf zuerst Fernando Alonso und schließlich auch Nico Rosberg schnappte, ging es nur noch vorwärts. Als er in Runde 25 zu seinem zweiten Stopp kam, hatte er so viel Vorsprung herausgefahren, dass er seine Führung noch nicht mal angeben musste. Im Ziel hatte er 9,111 Sekunden Puffer auf Kimi Räikkönen.

Vettel schont die Reifen

Am Freitag sah es in den Longruns für Vettel zwar nicht schlecht aus, mit so einer Dominanz hatte aber niemand gerechnet. "Wir wussten, dass wir schnell sind, aber dass wir so schnell sind, haben wir nicht erwartet", sagte Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko nach dem Rennen. Selbst Vettel war etwas überrumpelt. Doch wie kam es?

"Wir hatten die richtige Balance bei diesen Bedingungen", sagt Red Bull-Teamchef Christian Horner. "Das Arbeitsfenster dieser Reifen ist sehr, sehr klein. Wenn du außerhalb davon liegst, kann es sein, dass du vier oder fünf Mal stoppen musst. Sebastian hat einen fantastischen Job gemacht, was das Reifenmanagement angeht."

Härterer Reifen liegt Vettel besser

Im Qualifying war Red Bull von Anfang an mit den weicheren Reifen ausgerückt, um sich die härteren für das Rennen aufzusparen. Es ist kein Geheimnis, dass diese Mischung den Bull besser liegt. Schon in Malaysia war Red Bull mit diesen Varianten ganz vorne. Im Rennen hatte Vettel drei frische Sätze der harten Reifen zur Verfügung. "Auf diesen Reifen hat das Auto sehr gut funktioniert", berichtet Vettel.

In gewisser Weise wurde Red Bull auch von Ferrari beschenkt. Alonso war aufgrund seines DRS-Problems nicht mehr im Kreis der Sieganwärter, Felipe Massa beschädigte sich gleich zu Beginn des Rennens in einer Kollision mit Adrian Sutil den Frontflügel. Doch Horner glaubt, dass man Ferrari auch so hätte schlagen können. "Sebastian hatte noch ein bisschen in der Hinterhand. Er hat Fernando Alonso schon überholt, bevor er das DRS-Problem hatte."

Webber beinahe mit vier Stopps

Für Mark Webber lief es hingegen gar nicht rund. Er startete als Siebter und kam auf demselben Platz ins Ziel. Ganz im Gegensatz zu Reifenflüsterer Vettel, haderte er mit den Gummis. "Das Problem war der zweite Stint", berichtet Horner. "Er ist ihn ziemlich schnell angegangen und war schon Zweiter auf der Strecke. Aber ihm ging die Luft aus. Der Hinterreifen war viel schneller kaputt."

Das ging so weit, dass Red Bull sogar überlegte, den Australier auf eine Vierstopp-Strategie umzudisponieren. "Mark war nur ein oder zwei Runden später als Kimi an der Box, der auf einem Zweistopp-Rennen war. Sein Reifenabbau war definitiv sehr hoch heute." Für seinen Zusammenstoß mit Nico Rosberg bekam Webber eine Verwarnung ausgesprochen.

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