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Sebastien Buemi

"Auf diese Runde bin ich stolz"

Sebastien Buemi Foto: Red Bull 32 Bilder

Sebastien Buemi fuhr sich in Suzuka auf die Notizzettel der Formel 1-Teamchefs. Der Schweizer beeindruckte durch schnelle Rundenzeiten. Zwei Unfälle zeigten aber auch, dass der Weg nach oben in der Formel 1 mit vielen Hindernissen gepflastert ist.

04.10.2009 Michael Schmidt

Sebastien Buemi war einer der Hauptdarsteller im Abschlusstraining zum GP Japan. Der Toro Rosso-Pilot hatte zwei Unfälle und kam trotzdem in das Top Ten-Finale der Qualifikation. Er sorgte für eine Gelbphase, die vier Kollegen jeweils fünf Startplätze kostete. Und er bekam selbst eine Strafe, weil er mit einem stark beschädigten Auto weiterfuhr und dabei andere Fahrer behinderte.

Keine Schelte vom Teamchef

Am Ende landete Buemi auf Startplatz 13. Trotzdem: Der 20-jährige Schweizer hat in Suzuka einen starken Eindruck hinterlassen. "Bei einem normalen Training hätte er den Speed für Platz fünf gehabt", glaubt sein Teamchef Franz Tost. Die Unfälle nimmt er seinem Schützling nicht übel. "Die gehören zum Lernprozess."

Sebastien Buemi war zum ersten Mal in Suzuka. Trotzdem freundete er sich schnell mit der schwierigen Strecke an. Das lag zum einen daran, dass das Streckenlayout auf die Red Bull und damit auch ihre Schwesterautos von Toro Rosso wie maßgeschneidert ist. "Aber auch der Simulator hat mir geholfen", berichtete Buemi. "Ich hatte schon einen guten Eindruck von der Strecke, bevor ich herkam. Und er wird sich auch für Interlagos und Abu Dhabi auszahlen."

Hohes Risiko führt zu Crashs

Die vielen Unfälle am Samstag von Suzuka erklärt sich Buemi so: "Wer bis in die letzte K.O.-Runde vordringen will, der muss einfach alles riskieren. Nur der Vettel konnte es gestern einigermaßen ruhig angehen lassen. Der durfte sich sicher sein, dass er bis zum Schluss durchkommt." Der erste Ausrutscher in der Degner-Kurve hätte für Buemi schon das Ende bedeuten können. Beim Aufprall in die Reifenstapel waren der Heckflügel und die Verkleidung der Airbox beschädigt worden. Buemi schaffte es zurück in die Box, wo der Schaden innerhalb von sechs Minuten repariert wurde.

Danach hatte der Toro Rosso-Pilot nur noch einen Schuss. Und der saß. "Ich wusste, dass ich nur noch einmal rausgehen konnte. Deshalb haben wir Sprit für zwei fliegende Runden eingefüllt. Auf diese Runden bin ich unheimlich stolz. Ich stand ganz schön unter Druck, und bin in den Kurven 8 und 9 wegen des Unfalls sogar noch ein bisschen vorsichtig gefahren. Trotzdem bin ich eine Runde weitergekommen. Das hat mir unheimlich Vertrauen für den Rest des Trainings gegeben."

Strafe für Buemi

Beim zweiten Abflug in der Spoon-Kurve verließ ihn das Glück. Buemi wehrte sich gegen den Unfall, doch der Ritt die Leitplanken entlang bekam seinem Toro Rosso nicht gut. "Ich habe alles versucht, das Auto zurück auf die Strecke zu bringen und im Eifer gar nicht gemerkt, dass die Hinterradaufhängung abgeknickt war." Die FIA-Kommissare ließen sich von dieser Darstellung nicht beeindrucken. Sie setzten Buemi um fünf Startplätze zurück, weil er mit einem "gefährlichen Fahrzeug" weiterfuhr und dabei auch noch Robert Kubica im Weg stand.

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