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Sebastien Buemi & Nelson Piquet

Crash zerstört Hoffnung auf Punkte

GP Monaco 2009 Foto: Wolfgang Wilhelm 64 Bilder

In Monte Carlo muss man eigentlich nur ins Ziel kommen. Wer überlebt, hat schon mal gute Chancen auf Punkte. Sebastien Buemi und Nelson Piquet begruben diese Hoffnungen im Reifenstapel der Sainte Dévote-Kurve.

26.05.2009 Michael Schmidt

Es war einer jener Monaco-Unfälle, die in die Kategorie "ärgerlich" fallen. Die Kollision zwischen Sebastien Buemi und Nelson Piquet hat beiden Fahrer möglicherweise WM-Punkte gekostet. Das haben die Hochrechnungen von Toro Rosso und Renault ergeben.

Der Unfall passierte eingangs der elften Runde beim Anbremsen der Sainte Dévote-Kurve. Hinter Sebastian Vettel, der mit körnenden Hinterreifen kämpfte, hatten sich neun Autos gestaut. Buemi saß Piquet im Heck und sah seine Chance gekommen, als die Partie wieder Fahrt aufnahm, just nachdem Vettel zum Boxenstopp in die Boxen abgebogen war.

Tandem ohne Bremswirkung

"Ich war direkt hinter dem Renault, wollte gerade rausziehen, da bremst der Piquet. Mir reißt es sofort den Frontflügel ab, deshalb ging vorne der ganze Abtrieb verloren. Dem Renault klappte der Heckflügel weg, und außerdem hingen die Hinterräder in der Luft, weil sich die Nase meines Toro Rosso unter sein Auto geschoben hat. So konnten wir beide nicht richtig bremsen und sind im Reifenstapel gelandet."

Buemi entschuldigte sich umgehend bei dem Brasilianer. "Sorry, das war mein Fehler." Piquet wurde durch die Telemetriedaten entlastet. "Ich habe exakt dort gebremst, wo ich es auch in den Runden zuvor gemacht habe." Der Renault-Pilot gibt zu, dass er es in den ersten Runden absichtlich vorsichtig angehen ließ, um die Reifen für die lange Reise zu schonen. Und die Bremsen, die bei Renault einer der Schwachpunkte sind. "Mein Auto hatte Sprit bis zur 38. Runde im Tank. Wir hingen alle hinter Vettel fest. Das war eine gute Gelegenheit, die Reifen und die Bremsen vorsichtig zu behandeln, um später davon zu profitieren. Deshalb habe ich in der ersten Kurve und vor der Hafenschikane generell etwas früher gebremst."

Zweimal verschenkte Punkte

Für Nelson Piquet war die Kollision ein Rückschlag. Der Brasilianer kam diesmal besser mit dem Kurs von Monaco zurecht als er selbst erwartet hätte. Zum Zeitpunkt des Crashs lag er bereits auf Rang zehn, nur zwei Positionen und 1,8 Sekunden hinter Teamleader Fernando Alonso. Die Hochrechnungen des Teams belegen, dass er bei einer Fahrt nach Plan als Siebter vor Alonso ins Ziel gekommen wäre. "Fernando hatte mit seiner Strategie Pech. Er fuhr immer im Verkehr, sonst wäre er weiter vorne gewesen", erzählt Piquet.

Die Nummer zwei von Renault hätte nach den Simulationen die meiste Zeit freie Fahrt gehabt. "Ich hätte in der 38. Runde getankt, wäre noch einmal relativ lang auf die härtere Reifenmischung gegangen, um dann am Ende einen ganz kurzen Turn mit den weichen Gummis zu fahren. Denen haben wir nicht richtig über den Weg getraut."

Auch Sebastien Buemi war auf ein Zweistopprennen gepolt. "Da ich zum Zeitpunkt des Unfalls vor meinem Teamkollegen Bourdais lag, hätte es mit einem Punkt klappen können", meinte Buemi. Der zweite Toro Rosso landete mit einer Einstopptaktik am Ende auf Rang acht.

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