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Selbstanzeige bei BMW-Sauber

Heidfeld startet aus der Boxengasse

GP Singapur 2009 Foto: Daniel Reinhard 30 Bilder

Drei Stunden vor dem Start zum GP Singapur bat BMW die Rennkommissare um den Wechsel von Auto und Motor bei Nick Heidfeld. Damit muss der Deutsche aus der Boxengasse starten. Ein Fehler mit dem Gewicht machte die Maßnahme notwendig.

27.09.2009

Als die FIA die Startgewichte der 20 Autos veröffentlichte, wurde man bei BMW stutzig. Nach eigener Rechnung hätte Nick Heidfelds Auto mehr als die angegebenen 650 Kilogramm wiegen müssen. Schlussfolgerung: Entweder hat man weniger Benzin in den Tank gefüllt als geplant oder man hat sich beim Fahrzeuggewicht verrechnet.

Heidfeld mit zu wenig Ballast unterwegs

Da die Spritmenge der geplanten Menge entsprach, blieb nur noch die zweite Möglichkeit. Beim Nachchecken des Autos fehlte ein Stück Ballast. Der darf aber wegen der Parc fermé-Bedingungen nicht nachgerüstet werden. Das Auto mit der Startnummer 6 entsprach unter Abzug der Spritmenge zwar immer noch dem Mindestgewicht von 605 Kilogramm, doch man lag ohne das Stück Ballast exakt an dieser Grenze.
 
BMW konnte sich ausrechnen, dass beim Wiegen nach dem Rennen ein untergewichtiges Auto auf der Waage stehen würde. Erstens verliert das Auto selbst durch Bremsverschleiß und Schmiermittelverbrauch Gewicht, zweitens schwitzen die Fahrer in 61 Runden in Singapurs Waschküche mindestens drei Kilo aus.

Neuer Motor und neues Getriebe

Um der drohenden Disqualifikation zu entgehen, erstattete BMW Selbstanzeige. Das Stück Ballast wandert wieder ins Auto, Getriebe und Motor sind neu. Damit betrieb das Team Schadensbegrenzung. Da man laut Reglement ohnehin aus der Boxengasse starten muss, bot sich die ideale Gelegenheit, den neunten Motor einzubauen, der normalerweise eine Strafversetzung um zehn Startplätze bedeutet. Heidfeld ist nach dem Motorplatzer mit seinem Kontingent am absoluten Limit und hat durch diesen Kunstgriff wieder etwas Luft.
 
Das Triebwerk Nummer acht, das am Samstag Premiere feierte, wurde wieder ausgebaut und wird nun für das Finale in Abu Dhabi reserviert. Gleiches Spiel mit dem Getriebe. Die fällige Zurückversetzung um fünf Plätze tut Heidfeld nicht weh, da er ohnehin aus der Boxengasse ins Rennen gehen muss. Mit dem neuen Getriebe konnten die Techniker die Übersetzung ändern, die im Training nicht ganz den Wünschen des Piloten entsprach.  

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