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Senna für Heidfeld

Heidfeld raus bei Renault

Formula One Grand Prix of Hungary Foto: Tamas Kovacs 14 Bilder

Update ++ Nick Heidfeld wird beim GP Belgien durch Bruno Senna ersetzt. Genaueres wollte Renault noch nicht bekannt geben. Hinter den Kullissen des Rennstalls rumort es gewaltig.

23.08.2011 Tobias Grüner

Das Renault-Abenteuer von Nick Heidfeld ist nach nur elf Rennen beendet. Der Rennstall hat Nick Heidfeld als Fahrer für den Großen Preis von Belgien gestrichen. Das Team teilte am Mittwochabend (24.8.) mit, dass Bruno Senna am kommenden Wochenende an der Seite des Russen Vitaly Petrow an den Start gehen wird. Weitere Details will Lotus Renault am Donnerstag (25.8.) mitteilen.

Heidfeld zuletzt ohne Highlights

Der Rauswurf Heidfelds ist der negative Höhepunkt einer durchwachsenen Saison. Der Mönchengladbacher hatte sich erst wenige Wochen vor Saisonbeginn kurzfristig das Renault-Cockpit gesichert, nachdem sich Stammpilot Robert Kubica bei einem Rallye-Unfall schwer verletzt hatte. Die Saison begann verheißungsvoll mit dem Podiumsplatz in Malaysia. Doch zuletzt wurde immer öfter Kritik am Deutschen laut.

Teamchef Eric Boullier bemängelte immer wieder Heidfelds mäßigen Speed in der Qualifikation. Im Trainingsduell mit Teamkollege Vitaly Petrov geriet der Rheinländer mit 3:8 in Rückstand. Mit nur fünf Punkten in den letzten fünf Rennen vor der Sommerpause konnte Heidfeld nicht mehr an die Ausbeute von den ersten Rennen heranreichen.

Sportliche Gründe nicht ausreichend

Zur Verteidigung Heidfelds muss man allerlings auch angemerkt werden, dass problematische Upgrade-Pakete und technische Defekte den 34-Jährigen zuletzt unnötig eingebremst haben. In der WM-Wertung liegt der Routinier trotzdem noch zwei Punkte vor seinem russischen Teamkollegen. Der plötzliche Rausschmiss mitten in der Saison ist somit nicht alleine mit der sportlichen Leistung zu begründen.

Über weitere Gründe für den Rauswurf lässt sich zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren. Anfang August hatte Rennstallmitbesitzer Genii Capitals eine Zusammenarbeit mit der brasilianischen Investmentgesellschaft WWI Group bekanntgegeben. In den Monaten zuvor war Bruno Senna zusammen mit Genii-Vorstand Gerard Lopez in Brasilien auf Sponsorensuche unterwegs. Immer wieder machten zuletzt Gerüchte im Fahrerlager die Runde, dass das Team finanziell angeschlagen ist.

Grosjean sitzt Senna im Nacken

Bruno Senna verwies seinen deutschen Teamkollegen bereits in Budapest kurzzeitig auf die Ersatzbank. In Ungarn durfte der Brasilianer ein Freies Training bestreiten. Der Neffe des großen Ayrton Senna, der in der vergangenen Saison noch für Hispania am Start war, könnte auch den Rest der Saison bestreiten. Zumindest wenn er sich in den ersten Rennen nach der Sommerpause gut schlägt. Mit Romain Grosjean steht allerdings ein weiterer Anwärter schon in den Startlöchern. Der Franzose ist aktuell noch in der GP2 unterwegs.

Wie es mit Nick Heidfeld weitergeht, ist noch nicht bekannt. Vor der Saison war der Deutsche bereits in Gesprächen mit Mercedes über ein Engagement in der DTM, bis sich plötzlich und unerwartet die Tür bei Renault öffnete. Als Heidfeld 2010 bereits schon einmal ohne Cockpit dastand, war er als Testfahrer für Mercedes und Pirelli unterwegs.

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