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Senna-Zeitzeuge David Coulthard (7)

"Senna war Gott, ich der Lehrjunge"

David Coulthard - Formel 1 1994 Foto: Wilhelm 69 Bilder

Am 1. Mai jähren sich die tragischen Ereignisse des GP San Marino 1994 zum 20. Mal. Wir haben prominente Zeitzeugen nach ihren Erinnerungen an ein Wochenende gefragt, das Ayrton Senna und Roland Ratzenberger das Leben kostete. Die Wegbegleiter erzählen 11 Geschichten, die Sie bestimmt noch nicht kennen. Folge 7: David Coulthard, Sennas Nachfolger bei Williams.

27.04.2014 Michael Schmidt

"Ich nahm an dem Imola-Wochenende in Silverstone an einem Formel 3000-Rennen teil. Da ich zu der Zeit in der Nähe von Silverstone lebte, habe ich die Unfälle am Freitag und Samstag zuhause am Fernseher gesehen. Ich war seit drei Jahren Testfahrer bei Williams und wusste, wie sich das 1994er Auto anfühlte."

"Bis 1993 sind wir aktive Aufhängungen gefahren. Als sie das 1993er Auto auf passive Aufhängungen umgebaut hatten, war das ein großer Schock. Du hattest dich so an diesen schwebenden Teppich gewöhnt, dass dir die neuen Autos wie unberechenbare Biester vorkamen. Ich bin einen Großteil der Tests mit dem FW15B gefahren, der dann 1994 in den FW16 übergeführt wurde. Das Auto war extrem sensibel gegenüber Änderungen der hinteren Bodenfreiheit."

Coulthard sieht Senna-Unfall am Fernseher

"Unsere Formel 3000-Qualifikation fand am Sonntag, das Rennen am Montag statt. Am Sonntagmorgen erhielt ich ein Fax von Williams mit den besten Wünschen für mein Rennwochenende. Auch Ayrton hatte unterschrieben. Den Unfall habe ich am Fernseher gesehen. Ich hatte gleich das Gefühl: Das sieht nicht gut aus."

"Am Abend hat mich das Team dann informiert. Es war ein großer Schock, obwohl ich Ayrton nicht kannte. Er war der Gott, ich der Lehrjunge. Deshalb bin ich immer ganz still in den Briefings gesessen und habe zugehört, was er über das Auto gesagt hat."
 
"Unglaublich wie detailverliebt Ayrton war. Viel extremer noch als Alain Prost. Der ist immer nur kurze Stints gefahren, hat das Auto verstellt und dann gesagt, was das Auto macht. Senna hat kurze mit langen Stints gemischt, um mehr Aussagekraft über das Auto zu bekommen."

Senna-Nachfolger ohne Konkurrenz

"In der Woche nach dem Unfall bin ich in die Fabrik gefahren. Es war klar, dass Williams nur ein Auto nach Monte Carlo schicken würde. Ich sollte danach zu Testfahrten nach Jerez kommen. Eigentlich rechnete ich mit einem Shootout um das Cockpit, aber außer mir war keiner da. Nach zwei Testtagen sagten sie mir: Du fährst das Auto in Barcelona."
 
In unserer Bildergalerie erinnern wir mit den besten Senna-Fotos an die Karriere der Rennlegende.

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