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Sergey Sirotkin

"Werde mehr als bereit sein"

Sergey Sirotkin - Sauber - Formel 1 - GP Italien - Monza - 5. September 2013 Foto: xpb 108 Bilder

Sergey Sirotkin, der neue Sauber Pilot für 2014, stellte sich in Monza erstmals der Weltöffentlichkeit vor. Der erst 18-jährige Russe glaubt, dass er bis zum Start der kommenden Saison bereit ist für das Abenteuer Formel 1.

05.09.2013 Tobias Grüner

Der erste Eindruck von Sergey Sirotkin stimmte. Der Teenager stellte sich höflich und per Handschlag bei den Journalisten in Monza vor. "Hallo, ich bins, der Sergey." Höflich, aber noch etwas schüchtern, versuchte der Mann aus Moskau die vielen Fragen der Presse zu beantworten. Solch einen Medienrummel hatte der aktuelle Formel Renault-Pilot in seiner Karriere noch nie gesehen.

Es war generell sein erster Auftritt in einem Formel 1-Fahrerlager. Die Königsklasse hatte er sonst nur als Fan von der Tribüne oder vor dem Fernseher verfolgt. In 6 Monaten ist es allerdings vorbei mit der Zuschauerrolle. Dann sitzt er selbst im Auto, wenn die Lichter der Startampel ausgehen. "Ich habe noch ein halbes Jahr Zeit. Ich fahre noch die Renault World Series zuende. Wenn alles klappt wie geplant, werde ich mehr als bereit für das erste Rennen sein", gibt sich der Rookie zuversichtlich.

Sirotkin bereits bei Sauber integriert

Sauber hat ein hartes Vorbereitungsprogramm geplant. "Wir müssen ihn physisch vorbereiten", erklärt Teamchefin Monisha Kaltenborn. "Und wir wollen ihm in einem 2011er Auto Testkilometer geben. Das Datum und die Strecke stehen aber noch nicht ganz fest. Die Testfahrten sollten aber kurz nach dem Ende der Saison stattfinden."

Aktuell soll Sirotkin in Monza vor allem mehr über die technische Seite und die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren lernen. Der Russe ist bei allen Briefings dabei und wird mit einem Ohr immer im Funkverkehr der Piloten hängen. "Wir planen auch noch Arbeit im Simulator. Das müssen wir aber noch klären, wann und wo", kündigte der Pilot an.

Kaltenborn lobt Neuzugang

Natürlich bekommt auch Sirotkin die Paydriver-Diskussion mit. Ohne das Geld aus Russland wäre er wohl nicht so schnell in die Formel 1 aufgestiegen. Doch damit will sich der Fahrer gar nicht lange auseinandersetzen. "Mein Job ist es, das Auto schnell zu fahren und die Ergebnisse für sich sprechen zu lassen. Ich versuche nicht darüber nachzudenken, was die Leute sagen. Wenn meine Leistung stimmt, dann werden auch die Schlagzeilen positiv sein."

Die Teamleitung ist mit dem ersten Eindruck zufrieden. "Ich bin beeindruckt, wie er sich hier präsentiert", sprach Kaltenborn ihrem Neuzugang ein Lob aus. "Er wirkt ausgeglichen und fokussiert. Er weiß, was es für eine große Herausforderung ist. Das zeigt seine Reife. Die Einstellung stimmt. Er sieht es als Job und ist bereit, hart zu arbeiten und immer mehr zu lernen. "

Sirotkin gibt das Lob an sein neues Team zurück. "Ich habe mich in Hinwil gleich wohl gefühlt. Es ist schon wie ein Zuhause. Alle waren sehr freundlich zu mir. Ich muss sicher noch etwas lernen. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich sehr weit weg bin."

Kein Start ohne Superlizenz

In Moskau hat er kürzlich den Vertrag für die kommende Saison unterschrieben. Allerdings gibt es noch einen Haken. Sirotkin muss bis zum nächsten Jahr die Superlizenz bekommen. Ohne die darf er nicht starten. Dafür muss er noch ein paar Ergebnisse einfahren und Kilometer sammeln. "Ich glaube nicht, dass das ein großes Problem sein wird", so Sirotkin.

Für einen Einstieg hätte sich der Jungspund nach eigener Ansicht kein besseres Jahr aussuchen können. "Die Autos sind 2014 für alle neu. Und die Rückkehr der Testfahrten während der Saison sollten mir auch helfen." Große Ziele hat er für die Rookie-Saison noch nicht. "Normalerweise ist es in der Formel 1 immer das Ziel, gute Resultate einzufahren. Für mich geht es zu Beginn aber vor allem darum, Erfahrung zu sammeln."

Für den Erfolg würde Sirotkin sogar Russland verlassen und in die Schweiz ziehen. "Wenn ich noch mehr mit dem Team zusammenarbeiten muss, dann ist es sicher eine Option. Ich bin dazu auf jeden Fall bereit." Viel hat er von seiner möglichen neuen Heimat aber noch nicht gesehen. "An den beiden Tagen, als ich in Hinwil war, haben wir von morgens bis abends gearbeitet." Auch zu Deutschland hat der 18-Jährige einen Bezug. Sein Idol aus der Jugend heißt Michael Schumacher.

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