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Shanghai-Strafe für Maldonado

Gutierrez unverletzt nach Horror-Crash

Esteban Gutierrez - GP Bahrain 2014 Foto: xpb 76 Bilder

Der Crash zwischen Esteban Gutierrez und Pastor Maldonado war der spektakuläre Höhepunkt des Formel 1-Thrillers in Bahrain. Zum Glück ging die Seitwärtstrolle glimpflich aus. Maldonado kassierte nachträglich noch eine Startplatz-Strafe für Shanghai.

06.04.2014 Tobias Grüner

In einem Rennen, in dem man kaum zum Durchatmen kamen, riss eine Szene die Fans besonders von den Stühlen. In der 40. Runde kam Pastor Maldonado gerade von seinem zweiten Stopp auf die Strecke zurück, als er die Bahn von Esteban Gutierrez kreuzte. Der Lotus gabelte den Sauber auf und drehte ihn einmal in der Luft um die Längs-Achse.

"Was war das denn", lautete der erste Funkspruch von Gutierrez nach der harten Landung. Der Mexikaner hatte keine Ahnung, wer oder was ihn da aus den Schienen geworfen hatte. "Ich war total überrascht, dass Pastor überhaupt versucht hat, mich anzugreifen. Ich war klar vorne, lenkte in die Kurve ein, spürte dann plötzlich einen Schlag und überschlug mich. Ich konnte da überhaupt nichts machen", so die Einschätzung nach dem Rennen.

Schrecksekunde in der Sauber-Box

Zum Glück konnte der Stunt-Pilot dem Wrack relativ schnell auf eigenen Beinen entsteigen. "Das war wirklich eine Schrecksekunde", erklärte Sauber-Teamchefin Monisha Kaltennborn anschließend. "Ich hatte verschiedene Funksprüche auf den Kopfhörern und habe zuerst gar nicht gehört, dass er sich schon bei seinem Renningenieur gemeldet hat. Auch auf den Fernsehbildern war ja zunächst nicht genau zu sehen, was passiert war. Man hat nur das stark beschädigte Auto gesehen."

Die Unfallanalyse fällt relativ einfach aus. In der Zeitlupe ist zu erkennen, dass die neuen, tiefen Formel 1-Nasen bei dem Katapult-Effekt keine Rolle spielten. Die Reifen der beiden Autos hatten sich einfach verhakt und den Sauber spektakulär ausgehebelt. "Es war ein kleiner Aufprall mit einer großen Wirkung", fasste es Lotus-Renningenieur Alan Permane kurz zusammen.

5 Startplätze Strafe für Maldonado

Von einer eigenen Schuld wollte Maldonado nach dem Rennen übrigens nichts wissen. "Wir müssen das noch einmal genau analysieren. Esteban schien nicht auf seiner Linie gewesen zu sein, als er in die erste Kurve einbog. Vielleicht hat er seinen Bremspunkt verpasst. Da war ich aber schon in der Kurve drin und konnte nicht mehr ausweichen. Ich kam gerade aus der Box und hatte noch kalte Reifen. Er hatte sehr viel Pech. Deshalb ist es gut, dass er direkt aus dem Auto steigen konnte."

Die Rennleitung sah die Schuldfrage etwas anders. Noch vor der Zieldurchfahrt setzte es für den Venezolaner eine Durchfahrtsstrafe. Nach dem Rennen musste Maldonado noch einmal bei den Kommissaren vorsprechen. Für den nächsten Grand Prix in Shanghai hagelte es noch eine Strafversetzung um 5 Startplätze. Dazu gibt es 3 Strafpunkte für das Sünderkonto.
 
Für Gutierrez begann nach dem Sprung aus dem Auto eine medizinische Odyssee. Zuerst wurde der Crashpilot mit Halskrause auf einer Trage fixiert im Medical Center untersucht. Vor allem die Wirbelsäule wurde in allen Einzelheiten geröntgt. Danach ging es für weitere Checks noch per Helikopter ins nahegelegene Militärhospital.

Der Mexikaner war dabei aber stets ansprechbar und klagte nicht über Schmerzen. "Früher wäre ein Fahrer nach so einem Crash noch direkt ins Ersatzauto gesprungen", scherzte Sauber-Physio Josef Leberer, nachdem die Ärzte schließlich Entwarnung gaben.

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