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Shanghai-Streit

Lux erstattet Anzeige gegen Sutil

Adrian Sutil / Eric Lux Foto: Force India / Grüner 20 Bilder

Eric Lux, Mitbesitzer des F1-Rennstalls Renault, hat Anzeige gegen Force India-Pilot Adrian Sutil eingereicht. Bei einem Streit nach dem Grand Prix von China in Shanghai war der Luxemburger verletzt worden.

23.06.2011 Tobias Grüner

Adrian Sutil muss sich vor Gericht dem Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung stellen. Am 17. April war es in dem Shanghaier "M1NT-Club" zu einer unschönen Begegnung zwischen dem deutschen Formel 1-Piloten und Eric Lux gekommen, bei dem sich der Luxemburger Geschäftsmann eine blutende Wunde am Hals zuzog.

Lux hatte schon Mitte Mai seine Absicht erklärt, Klage einzureichen. Nun macht der Mitbesitzer des Renault-Rennstalls ernst. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bestätigte, sei eine Anzeige eingegangen. Nun werde geprüft, ob das Gericht überhaupt zuständig ist und ob es einen Anfangsverdacht gibt. Erst dann kommt es im schlimmsten Fall zur Anklage.

Sutil sieht Verfahren gelassen entgegen

Einem Gerichtsverfahren sieht man im Lager Sutils gelassen entgegen. Ein Video aus dem Shanghaier Club soll beweisen, dass der Deutsche seinen Widersacher mit einer unglücklichen Bewegung eindeutig unabsichtlich am Hals verletzt hat. "Ich bin bereit mich zu verteidigen", erklärte der Beschuldigte in Valencia. "Wir wollen die Wahrheit. Das werden wir hoffentlich bald klären."

Warum Lux so lange mit der Anzeige gewartet hat, ist nicht bekannt. "Das ist etwas komisch, dass es zwei Monate gedauert hat", wunderte sich auch Sutil. "Wir haben am Anfang probiert, mit ihm zu sprechen. Das hat aber nicht funktioniert. Das ist etwas lustig, weil unsere Teams im Fahrerlager so nahe beinander sind."

Sutil erfährt aus den Medien von Anzeige

Zuletzt hatte man im Sutil-Lager ein Verfahren fast schon herbeigesehnt. Die im Hintergrund schwelende Angelegenheit soll endlich mit einem ordentlichen Gerichtsverfahren beendet werden. Die Gerüchte sollen nicht dauerhaft am Image kratzen. Von dem Eingang der Anzeige erfuhr der Pilot allerdings auch erst durch den FAZ-Bericht am Mittwochabend (23.6.). "Jetzt müssen wir abwarten, was passiert. Ich weiß noch gar nicht genau, wie es weitergeht."

Probleme mit seiner Formel 1-Karriere erwartet Sutil jedoch nicht. "Was soll sich ändern? Das ist eine private Angelegenheit." Force India-Teamchef Vijay Mallya kündigte bereits vor einigen Wochen an, nicht zu handeln, solange es keine Beweise für eine absichtliche Körperverletzung gibt. Man darf gespannt sein, ob sich das Verfahren im Hinterkopf auf die sportliche Leistung auswirkt. Sutil gab sich in Valencia locker. "Ich kann mich konzentrieren. Das ist kein Problem." 

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