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Showdown FOTA vs. FIA

Spürbare Nervosität im Fahrerlager

FIA-Logo Foto: dpa 19 Bilder

Am Freitag (19.6.) um 18.00 Uhr englischer Zeit läuft die Frist ab, die Max Mosley den Teams für eine Entscheidung gesetzt hat. Die Nervosität im Fahrerlager steigt, dass der Formel 1-Streit am Ende ins Chaos führen könnte - auch bei den Fahrern.

18.06.2009 Michael Schmidt

FIA-Präsident Max Mosley hat den Teams noch einmal seine alten Kompromissvorschläge bestätigt und ein paar neue hinzugefügt. Jetzt liegt der Ball bei den Teams. Mosley hat klar gemacht, dass die Frist, sich zur Formel 1 zu bekennen, am Freitag um 18 Uhr englischer Zeit ausläuft. Es gibt keinen Aufschub mehr.

Wenn man sich bei den Teams umhört, dann sind sie mit Mosleys Angebot immer noch nicht zufrieden. Am meisten stört sie, dass sie sich erst zur Formel 1 bekennen, und dann erst mit Mosley in Verhandlungen zu Details eintreten sollen. "Und was, wenn er nach unserer Unterschrift alles vergisst?", fragt einer der Teamchefs. "Es muss jeder verstehen, dass unser Vertrauen in Mosley etwas angeschlagen ist." Mosleys Lobbyist Alan Donnelly erwidert darauf: "Glaubt jemand ernsthaft, dass Max Versprechen zurückzieht, die er schriftlich abgegeben hat? Der Inhalt des Briefes ist öffentlich bekannt. Wir werden doch nicht so dumm sein, und später einen Rückzieher machen."

FOTA-Treffen bei Renault in Enstone

Kurz vor dem großen Showdown trafen sich die in der FOTA organisierten Teams erneut. Um 19.00 Uhr war am Donnerstag (18.6.) eine Konferenz in der Renault-Fabrik in Enstone angesetzt. Die Teams wollen noch einmal beraten, wie man mit Mosley am Freitag verfährt. Die FOTA teilt sich weiter in Hardliner und die Vernunftgetriebenen auf. Und die haben von dem ewigen Hin und Her langsam die Nase voll. Bei den Privatteams geht die Angst um, dass ihnen eine Trennung die Geschäftsgrundlage entzieht. Immer mehr Teamchefs sind sich einig: "Eine Piratenserie ist ein großes Risiko."

Auch den Fahrern geht die Ungewissheit auf die Nerven. Fernando Alonso erklärt: "Wenn du im Auto sitzt, dann konzentrierst du dich voll aufs Fahren. Aber außerhalb verfolgt dich das Thema auf Schritt und Tritt. Ich hoffe nur, sie finden eine Lösung." Der Spanier machte noch einmal klar, dass er an einer FOTA-Meisterschaft teilnehmen würde, sollte es zu einer Trennung kommen. "Ich will gegen die besten Teams und die besten Fahrer antreten. Eine Meisterschaft mit namenlosen Fahrern und Teams wäre für mich nicht mehr attraktiv." Andererseits gibt der zweifache Ex-Weltmeister zu: "Wenn ich nicht mehr in der Formel 1 bin, ist es nicht mehr das Gleiche wie früher."

Thema geht langsam auf die Nerven

Auch Nick Heidfeld ist hin und hergerissen. "Wenn es zu einer Trennung käme, müsste man erst einmal ausloten, wer steht wo? Das normale Ziel für einen Rennfahrer ist es, in der besten Serie mit den besten Autos und besten Fahrern anzutreten." Für Heidfeld dauert der Spuk schon viel zu lange: "Es beginnt langsam allen auf die Nerven zu gehen, auch denen, die sich normalerweise nicht so im Detail für diesen Sport interessieren." Mark Webber fügt hinzu: "Je länger es dauert, umso mehr langweilt es mich."

Nico Rosberg will keine Prognosen abgeben, wie dieser Streit ausgehen könnte: "Eine Zeit lang habe ich gedacht, dass die sich am Ende einigen werden. Doch jetzt werde ich langsam unsicher. Das Schlimme ist die Ungewissheit. Keiner kann für 2010 planen. Die Fahrer nicht, die Ingenieure nicht und auch die Sponsoren nicht." Die Frage, ob man bei diesem Kindergarten nicht langsam den Respekt vor denen verliert, die seit Monaten keinen Kompromiss finden können, obwohl sie beide das Gleiche wollen, verneint Rosberg: "Das wäre nicht angemessen, so zu denken. Keiner von uns Fahrern kennt die Hintergründe genau, die einer Einigung im Weg stehen."

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