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Sieben Fahrer auf Lotus-Liste

Schumi war nicht die Nummer eins

24h-Rennen Nürburgring - Michael Schumacher  - 19. Mai 2013 Foto: Mercedes 153 Bilder

Neun Tage vor dem GP USA wusste Lotus, dass man Ersatz für Kimi Räikkönen braucht. In drei Tagen wurde eine Liste von sieben Fahrern abgearbeitet. Die einen konnten, die anderen wollten nicht. Das Rennen machte Heikki Kovalainen. Michael Schumacher stand auch auf der Liste. Aber nicht als Nummer eins.

15.11.2013 Michael Schmidt

Am Samstag vor einer Woche erreichte Lotus die Nachricht: Kimi Räikkönen kann nicht fahren. Die Rückenoperation wird vorgezogen. Wer Räikkönens Verzicht ausschließlich auf die ausstehende Gehaltszahlung reduziert, erntet bei Teambesitzer Gerard Lopez Unverständnis.

"Es gibt keinen Streit mit Kimi. Im Gegenteil. Wir stehen in ständigem SMS-Kontakt, vor und nach der Operation. Kimi kann über die ganzen Gerüchte nur lachen. Er weiß, dass er sein Geld bekommen wird. Wir haben ihm das in Abu Dhabi noch einmal bestätigt."
 
Bei Lotus glaubt man, dass Ferrari seinem zukünftigen Fahrer ans Herz gelegt hat, die Operation so früh wie möglich abzuhalten. Damit er auf jeden Fall im Januar wieder fit ist. Die Rehabilitationszeit beträgt zwischen vier und sechs Wochen.

Schumacher mit zu geringer Fahrpraxis

Neun Tage vor dem GP USA war Ersatz gefragt. Lotus stellte eine Liste von sieben Fahrern auf. Nico Hülkenberg war die Nummer eins. Der Sauber-Pilot ließ sich in Enstone bereits einen Sitz anfertigen. Doch dann traf über Nacht eine Zahlung von angeblich 2,8 Millionen Euro auf seinem Konto ein. 80 Prozent des versprochenen Geldes. Damit war Hülkenberg raus aus dem Rennen um den Lotus-Sitz.
 
Lotus kontaktierte weitere fünf Fahrer in der Hoffnung, dass einer zusagt. Die Liste umfasste Namen wie Heikki Kovalainen, Michael Schumacher, Rubens Barrichello, Kamui Kobayashi und Pastor Maldonado.

So viel sickerte durch: Schumacher sagte zwar von selbst ab, war aber nicht die Nummer eins auf dieser Liste. Der Speed stand nicht in Frage, jedoch die lange Fahrpause. Der Rekordweltmeister saß zuletzt am 27. November 2012 in einem Formel 1-Auto. Kovalainen fährt regelmäßig Freitagstrainings für Caterham. "Seine Fahrpraxis gab den Ausschlag", erzählt Lopez.

Valsecchi ein Opfer der Umstände

Davide Valsecchi stand als Notnagel immer bereit. Lopez erklärt, warum der Reservefahrer nicht zum Zug kam. Er ist ein Opfer der Umstände. "Wir kämpfen noch um Platz zwei. Es wäre unfair von uns gewesen, Davide mit seiner geringen Erfahrung so eine große Verantwortung aufzubürden. Ginge es für uns um nichts mehr, wäre er unsere erste Wahl gewesen. So wie letztes Jahr D‘Ambrosio."

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