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Silber-Duell wieder spannend

Entscheiden die Starts über den Titel?

Nico Rosberg - GP Italien 2016 Foto: sutton-images.com 67 Bilder

Nico Rosberg hat den Titelkampf in Monza wieder spannend gemacht. Mit seinem gewonnenen Start sorgte der Deutsche schon früh für die Entscheidung. Weil Ferrari so weit entfernt ist, können die ersten Meter im Silber-Duell am Ende die Weltmeisterschaft entscheiden. Hamilton fordert von den Ingenieuren Erklärungen.

04.09.2016 Tobias Grüner

Am Samstag fuhr Lewis Hamilton der Konkurrenz um die Ohren. Am Sonntag konnte er sich für seine Pole Position nichts mehr kaufen. Nach den ersten 638 Metern lag der Weltmeister nur noch auf Rang 6. Der Mercedes mit der Startnummer 44 brachte die 930 PS des V6-Turbomotors einfach nicht auf den Asphalt. Während bei Hamilton die Reifen durchdrehten, zog ein Konkurrent nach dem anderen vorbei.

„Ich habe bei der Prozedur nichts anders gemacht als sonst“, zuckte der Pilot mit den Schultern. „Unsere Kupplung arbeitet einfach nicht konstant.“ Die Techniker analysierten nüchtern, dass auf der Antriebsachse zu viel Drehmoment anlag. Hatte Hamilton also einfach zu viel Gas gegeben?

Toto Wolff wollte seinem Piloten nicht die Schuld in die Schuhe schieben: „Wir geben bei Mercedes niemandem die Schuld in solchen Fällen. Wenn man damit beginnt, dann geht es nur noch bergab. Dann versuchen die Leute nur noch ihren Arsch zu retten. Dann geht es nur noch darum, konservativ zu handeln und nicht mehr nach der bestmöglichen Lösung zu suchen.“

Hamilton sucht Gespräch mit Ingenieuren

Wolff fasste das Startproblem einfach zusammen: „Mensch und Maschine haben es dieses Mal nicht richtig hinbekommen.“ Hamilton wird sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden geben. Schon am Dienstag will sich der Pilot mit den Technikern in der Fabrik in Brackley treffen, um an dem Problem zu arbeiten.

Rosberg hat diese Gespräche offenbar schon hinter sich: „Nach dem schlechten Start in Hockenheim habe ich hart an den Starts gearbeitet. Ich habe intensiv mit den Ingenieuren darüber gesprochen. In Spa und in Monza hat es schon gewirkt. Aber das heißt natürlich nicht, dass es jetzt immer klappt.“

Die Regeln haben die Starts dieses Jahr zu einer delikaten Angelegenheit gemacht. Die Fahrer haben nur noch ein Kupplungspedal. Die Ingenieure dürfen in der Installationsrunde nicht mehr helfen. Entsprechend größer ist die Streuung. In den 14 Rennen dieser Saison haben erst 7 Mal die Fahrer gewonnen, die auf der Pole Position standen.

Rosberg bedauert Ferrari-Schwäche

Einziger Trost für die Mercedes-Fahrer: Selbst ein verbockter Start ist noch kein Weltuntergang. Die Konkurrenz fährt einfach zu weit hinterher. Im Warteraum vor der Podiumszeremonie scherzte Rosberg zu Vettel: „Heute war so ein Tag, da hätte ich mir wirklich gewünscht, dass ihr näher dran seid.“

Doch auch ohne die Hilfe von Ferrari konnte Rosberg den Rückstand in der WM-Wertung fast komplett eindampfen. Von 19 Punkten in der Sommerpause reduzierte sich der Abstand nun auf nur noch 2 Zähler. Toto Wolff prognostiziert: „Es ist so eng zwischen den beiden. Ich glaube, dass die WM bis zum letzten Rennen spannend bleibt.“ Vielleicht schnappt sich am Ende derjenige den Titel, der die besseren Starts hinlegt.

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