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Silberpfeil mit Technik-Updates

Mercedes-Facelift in zwei Schritten

Formel 1 Test Barcelona 2011 Foto: Grüner 74 Bilder

Mercedes bringt das lang erwartete Technikpaket in zwei Schritten ans Auto. Die Daten versprechen einen großen Sprung nach vorne. Bis Samstag werden wir wissen, ob der Fortschritt auch auf der Rennstrecke ankommt.

09.03.2011 Michael Schmidt

Nico Rosberg auf dem Weg zur Arbeit. Der Deutsche läuft eine Viertelstunde vor Testbeginn am Mittwoch (9.3.) von seinem Motorhome Richtung Box. Zwischen Tür und Angel sagt er: "Schade, unser neues Paket kommt erst ab morgen ans Auto." Morgen, da fährt Michael Schumacher. In der Mercedes-Garage dann die schöne Überraschung. Die Hälfte der letzten Entwicklungsstufe ist schon dran am MGPW02.

Neuer Auspuff, enger Seitenkasten

Der nach vorne gelegte Auspuff, von dem sich die Ingenieure soviel versprechen, lugt auf halber Höhe der Seitenkästen aus der Verkleidung. Die Seitenkästen sind jetzt fast so eng tailliert wie beim Red Bull. Sie mussten noch einmal modifiziert werden, weil bei der Urversion trotz größerem Volumen unter der Verkleidung ein Hitzestau auftrat, worauf hässliche Löcher in die Karosserie gestanzt werden mussten.

Die heiße Luft wird jetzt über insgesamt 14 Kiemen abgeführt. Mit dem neuen Auspuff wurden auch der gesamte Unterboden und der Diffusor modifiziert. Auf dem Unterboden sind farbige Temperaturindikatoren angebracht. Die bis zu 800 Grad heißen Auspuffgase sind für alle Komponenten im Umfeld eine harte Prüfung. Da will man auf Nummer sicher gehen. Die kritischen Stellen werden mit dem Spezialstoff Pyrosic geschützt. "Bis jetzt gibt es keinerlei Probleme", jubelte Rennleiter Norbert Haug. "Nico ist bis zum Mittag 55 Runden gefahren."

Stufe zwei der Mercedes-Evolution

Am Donnerstag (10.3.) wird bei Mercedes Stufe zwei der Evolution gezündet. Dann kommen der neue Front- und Heckflügel dazu, außerdem modifizierte Bremsbelüftungen. Das alles soll die Sekunde wettmachen, die Ross Brawn vor dem Barcelona-Test als Rückstand auf Red Bull kalkuliert hatte.

Der Mercedes geht noch in einem anderen Detail einen eigenen Weg. Kein Auto hat einen so kurzen Radstand. Der Silberpfeil ist fünf Zentimeter kürzer als der Ferrari, neun als der Red Bull und satte 27 Zentimeter als der McLaren. "Wir glauben, dass bei einem kurzen Auto der gekappte Diffusor besser arbeitet", erklärt Teamchef Ross Brawn. Lächelnd fügt er hinzu: "Hoffentlich haben wir richtig gerechnet."

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