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GP England - Das neue Streckenlayout in Silverstone

Neues Layout kommt bei den Fahrern an

Sebastian Vettel Foto: xpb 5 Bilder

Die neue Streckenführung in Silverstone gefällt den meisten Formel 1-Piloten. Ob man nun wie erhofft besser überholen kann, ist aber noch strittig. Das Setup wird im Vergleich zum vergangenen Grand Prix nur minimal angepasst.

08.07.2010 Bianca Leppert

Die Formel 1-Strecke von Silverstone ist nach dem vergangenen Grand Prix umgebaut worden und nun mit 5,901 Kilometern rund 800 Meter länger. Herzstück der Veränderung ist das neue Infield in das die Fahrer nun rechts nach der Abbey-Kurve einbiegen. Es folgt eine schnelle Passage, eine enge Kurvenkombination und eine lange Gegengerade.

Piloten liefen neue Strecke ab

So ganz damit angefreundet hat sich Lewis Hamilton aber trotz der Vorbereitung im Simulator noch nicht. "Ich bin an die alte Strecke gewöhnt, deshalb brauchte ich eine Weile, bis ich mich umgestellt habe. Es war für mich schwer vorzustellen, bei Abbey rechts und nicht links abzubiegen."
 
Spätestens nach dem Freien Training am Freitag dürfte sich aber auch Hamilton daran gewöhnt haben. Am Donnerstag liefen einige Piloten den neuen Kurs bereits mit ihren Ingenieuren ab oder drehten wie Fernando Alonso eine Runde mit dem Fahrrad. Virgin-Pilot Lucas di Grassi meinte kurz nach seiner Besichtigung: "Es ist eine tolle Strecke. Aber auch herausfordernder. Ein Mix aus langsamen und schnellen Kurven. Aber ich denke vom Setup her ist es ähnlich wie bisher."

Möglicherweise etwas weniger Abtrieb gefragt

Damit schlägt er in die gleiche Kerbe wie Sauber-Technikdirektor James Key. "Vom Setup her ändert sich nicht sehr viel", sagt er. "Möglicherweise werden wir mit weniger Downforce fahren, wegen der Geraden. Aber ich denke, es gleicht sich aus." Daneben werden die Reifen auch eine Rolle spielen. "Für die Reifen wird Kurve 1 sicher sehr schwierig. Es gibt viele schnelle Rechtskurven, das heißt die linke Seite wird sehr belastet. Welche Mischung besser sein wird, hängt davon ab wie sich die Strecke entwickelt. Wenn es so warm bleibt, dürften die harten Reifen gut funktionieren. Wenn das Grip-Level niedrig ist, wird es für die weichen Reifen schwieriger."
 
Schwierig wird aber auch das Überholen. Auch wenn man sich durch das Infield mehr Überholmöglichkeiten versprochen hat, sehen die Fahrer wenig Möglichkeiten – und wenn dann völlig verschiedene. "Silverstone bleibt ein Problemfall in Sachen Überholen", meint Adrian Sutil. "Die beste Möglichkeit ist wohl die am Ende der Hangar Straight", schätzt di Grassi. Key schreibt dagegen eher Kurve 8 und 16 potenzielle Überholgelegenheiten zu. Und Sebastien Buemi meint, dass die Zuschauer möglicherweise am Ende der Zwischengeraden Überholmanöver sehen (Streckenlayout siehe Fotoshow).
 
Insgesamt sind die Fahrer aber trotzdem glücklich, dass Silverstone nichts von seinem Highspeed-Charakter verloren hat. "Wir lieben Hochgeschwindigkeitskurven wie diese", schwärmt Alonso. Und auch Sebastian Vettel fühlt sich in Silverstone pudelwohl. "Ich bin froh, dass sie die erste Kurve nicht geändert haben. Die Kurvengeschwindigkeiten sind hier unglaublich, es ist toll diese Streckenteile zu haben."
 

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