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Silverstone und der Wind

Mit Gegenwind 30 km/h schneller

Nico Hülkenberg - Force India - GP England - Silverstone - Qualifying - Samstag - 9.7.2016 Foto: sutton-images.com 49 Bilder

Der Force India mag keinen Wind. Und Nico Hülkenberg wurde eine schnelle Runde aberkannt. Trotzdem qualifizierte sich der Rheinländer mit der neuntschnellsten Zeit. Hülkenberg erklärt, was das Fahren im Wind so schwierig macht.

09.07.2016 Michael Schmidt

Teamkollege Sergio Perez geschlagen. Wieder in den Top 10 in der Startaufstellung. Nico Hülkenberg hat getan, was er konnte. Die neuntschnellste Trainingszeit bringt ihn auf den 8. Startplatz. Weil Sebastian Vettel wegen eines Getriebewechsels noch fünf Positionen nach hinten wandert. „Wir sind eine Nasenlänge hinter Williams. Gegen McLaren und ToroRosso wird es ganz eng. Wir stehen ungefähr dort, wo wir es erwartet haben.“

Eigentlich wäre Hülkenberg einen Platz weiter vorne gestanden. Doch auch er zählte zu den Fahrern, die ausgangs Copse Corner neben die Streckenbegrenzung gerieten. Die Zeit von 1.31,920 Minuten wurde dem Force India-Piloten gestrichen. Sie hätte ihn vor Carlos Sainz gebracht. Hülkenberg haderte nicht mit der gelöschten Zeit: „Darauf haben wir uns im Fahrer-Briefing mit Charlie Whiting geeinigt. Ich kann damit leben.“

Wind in unterschiedlicher Intensität

Auch der Wind war nicht ideal für die Force India-Piloten. Das Auto ist bei Seiten- und Rückenwind anfällig. Hülkenberg lässt da kein Wenn und Aber zu: „Silverstone ohne Wind gibt es nicht.“ In der Qualifikation meinte es der Wind mit den Piloten nicht gut. Er fegte zwar aus der gleichen Richtung, aber mit unterschiedlicher Intensität über den ehemaligen Flughafen der Royal Airforce. „Es war schwer abzuschätzen, wann er wie stark sein würde. Deshalb sind die Zeiten vom Q1 bis ins Q3 nicht konstant schneller geworden.“

Zwischen Q1 und Q2 gab es einen großen Zeitensprung. Mercedes verbesserte sich um 1,5 Sekunden, Force India um sechs Zehntel. In der letzten K.O.-Runde wurde Hülkenberg sogar wieder um zwei Zehntel langsamer. „Da blies der Wind besonders stark. Er kam auf der Hangar-Geraden und in der Becketts-Passage von vorne, dafür in Kurve 1 und am Ausgang von Kurve 4 von hinten. Wenn der Wind von hinten schiebt, ist es gesonders unangenehm. Du kriegst sofort Übersteuern.“

Der Gegenwind in den Highspeed-Ecken Copse, Becketts und Stowe kam den Fahrern dafür gelegen. „Wir sind durch Becketts geflogen. Das ist so, als würdest du extra Abtrieb geschenkt kriegen. Im Vergleich zu Rückenwind bist du in der Passage plötzlich um 20 bis 30 km/h schneller.“

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