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Singapur-Problem gelöst?

Mercedes-Erklärung erst nach dem Rennen

Mercedes - Formel 1 - GP Singapur - 15. September 2016 Foto: ams 86 Bilder

Der GP Singapur war der größte Ausreißer für Mercedes in 3 Jahren Hybrid-Ära. Im letzten Jahr fuhren Lewis Hamilton und Nico Rosberg der Konkurrenz hinterher. Jetzt glauben die Ingenieure das Rätsel gelöst zu haben. Aber sie machen bis nach dem Rennen ein Geheimnis draus.

15.09.2016 Michael Schmidt

Seit 2014 hat Mercedes 7 Rennen verloren. Aber nur in einem einzigen waren die Silberpfeile wirklich chancenlos. Der GP Singapur 2015 ist der einzige schwarze Fleck in einer ansonsten praktisch weißen Weste.

In der Startaufstellung fehlten den Silberpfeilen 1,5 Sekunden auf die Pole Position. Im Rennen betrug der Unterschied zu Ferrari und Red Bull immer noch eine Sekunde. „Netto haben wir auf unsere Standard-Leistung 2 Sekunden verloren“, resümiert ein Ingenieur.

Ein Jahr danach glauben die Ingenieure und Fahrer das Problem gelöst zu haben. Aber hundertprozentig sicher sind sie sich nicht. Deshalb bleibt auch im Dunkeln, was 2015 in Singapur wirklich schief gelaufen ist. „Wir sagen es erst dann, wenn wir auf der Strecke sehen, dass wir das Problem wirklich gelöst haben.“ Also am Sonntag.

Red Bull auf jeden Fall eine harte Nuss

Bis jetzt gibt es nur Indizien für die erfolgreiche Schadensanalyse. „Dieses Verständnis hat uns auf anderen Strecken geholfen“, sagt Teamchef Toto Wolff. Die Ingenieure bringen das Mysterium Singapur auf eine einfache Formel. „Wir haben die Reifen aus einer Vielzahl von Gründen nicht in ihr Arbeitsfenster gebracht und wir haben falsch auf die Veränderung der Strecke durch mehr Gummiauflage reagiert.“ Einer erzählt, dass gut 20 Gründe für die Pleite ausfindig gemacht wurden.

Nico Rosberg erklärt den einmaligen Ausrutscher so: „Jede Rennstrecke ist anders. Du musst das Setup permanent der Strecke, dem Asphalt, den Temperaturen, der Höhe der Strecke anpassen. Die Abstimmung für Suzuka ist eine andere Welt als das von Singapur. Wenn du nicht alles richtig erwischst, bis du im Nirgendwo. Genau das ist uns letztes Jahr in Singapur passiert.“

Bei allen Zweifeln: Die Fahrer sind zuversichtlich, dass sie nicht wieder eine Sekunde hinter Red Bull oder Ferrari herfahren. Doch sie wollen nicht ausschließen, dass am Samstag oder am Sonntag ein Red Bull vor ihnen steht.

„Wir haben ein Auto, das überall stark ist“, führt Rosberg aus. „Wenn man wie Red Bull Strecken mit viel Abtrieb favorisiert, dann haben sie eine Chance, uns hier zu schlagen. Ferrari ist etwas schwerer einzuschätzen.“

Ein Ingenieur ergänzt: „Egal, ob wir unsere Hausaufgaben gemacht haben oder nicht. Red Bull wird hier ein Gegner für uns sein. Singapur ist von den Anforderungen her ähnlich wie Monte Carlo. Und in Monaco lag die Trainingsbestzeit von Ricciardo für uns einfach nicht drin.“

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